Schaffhauser Kantonsrat fordert strengere Regeln für Datencenter
Der Schaffhauser Kantonsrat hat sich für strengere Auflagen beim Bau von Datencentern ausgesprochen. So soll unter anderem die Abwärme von Datencentern genutzt werden müssen.

Der Kantonsrat stimmte einer Motion zum Thema am Montag mit 38 zu 17 Stimmen zu. Der Regierungsrat sprach sich gegen die Motion aus. Der Vorstoss verlangt, dass die gesetzlichen Anforderungen für den Bau von Rechenzentren im Kanton deutlich verschärft werden.
Betroffen sind neue Anlagen mit einer technisch abkoppelbaren Abwärme von mehr als zwei Gigawattstunden pro Jahr. Diese sollen künftig nur noch eine Bewilligung erhalten, wenn sie mindestens die Hälfte dieser Wärme wirtschaftlich weiterverwenden. Zudem müssen sie eine ortsübliche Wertschöpfung und Arbeitsplatzdichte aufweisen.
Auch beim Wasserverbrauch soll es neue Hürden geben: Mindestens 50 Prozent des Kühlwassers müssen durch kreislauforientierte oder regenerative Methoden gesichert sein. Die Motionäre verwiesen auf den zunehmenden Nutzungsdruck auf knappes Bauland sowie den hohen Energie- und Wasserbedarf solcher Grossanlagen.
Datencenter seien zwar als Technologieunternehmen grundsätzlich willkommen, brächten aber ohne klare Regeln erhebliche Zielkonflikte mit sich. Sie bräuchten grosse Flächen, schafften aber kaum Arbeitsplätze oder Steuereinnahmen, hiess es zur Begründung.
Der Regierungsrat muss nun als nächstes einen Vorschlag erarbeiten, mit dem die Forderungen umgesetzt werden können.






