Schaffhauser Kantonsrat bewilligt Kredit für Brustkrebs-Screening

Der Kantonsrat Schaffhausen hat der Einführung des flächendeckenden Brustkrebs-Screenings zugestimmt. Der Entscheid fiel am Montag mit 55 zu 0 Stimmen. Ende Jahr soll das Programm starten.

Der Schaffhauser Kantonsrat hat der Einführung eines Mammografie-Screenings zugestimmt. Das Programm soll Ende Jahr starten. (Symbolbild)
Der Schaffhauser Kantonsrat hat der Einführung eines Mammografie-Screenings zugestimmt. Das Programm soll Ende Jahr starten. (Symbolbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die Kantonsrätinnen und Kantonsräte bewilligten definitiv einen Verpflichtungskredit über insgesamt 1,28 Millionen Franken für die kommenden acht Jahre. Das Programm soll im vierten Quartal 2026 oder Anfang 2027 anlaufen.

Die Durchführung der Untersuchungen übernehmen die Spitäler Schaffhausen, während die Stiftung Krebsscreening Aargau das Programm operativ leitet.

Eigentlich hätte das systematische Screening bereits im Herbst 2025 lanciert werden sollen. Grund für die Verzögerung waren reduzierte Tarife durch das neue Tarifsystem Tardoc, weshalb der ursprüngliche Partner die Vereinbarung auflöste. Das Angebot war gemäss der Krebsliga Ostschweiz dadurch nicht mehr kostendeckend.

Die vorläufige Sistierung des Projekts stiess in der Öffentlichkeit auf Unverständnis. Eine Petition für das Früherkennungsprogramm sammelte rasch mehr als 10'000 Unterschriften.

Das Angebot richtet sich an Frauen im Alter zwischen 50 und 74 Jahren. Sie können alle zwei Jahre eine Untersuchung in Anspruch nehmen. Die Kosten sind von der Franchise befreit, weshalb für die Teilnehmerinnen lediglich der Selbstbehalt anfällt.

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