Schaffhausen ebnet Weg für grösstes Hallensportzentrum der Schweiz
Das Sportzentrum Schweizersbild soll für über 40 Millionen Franken ausgebaut werden. Die Schaffhauser Stimmbevölkerung steht dem Mega-Projekt positiv gegenüber.

Die Schaffhauser Stimmbevölkerung hat zwei Vorlagen deutlich angenommen. Damit kann das Sportzentrum Schweizersbild für über 40 Millionen Franken ausgebaut werden.
Das Hallensportzentrum Schweizersbild in Schaffhausen kann massiv erweitert werden, wie die Staatskanzlei am Sonntag mitteilte. Die Stimmberechtigten hiessen den kantonalen Unterstützungsbeitrag von 6,03 Millionen Franken mit 27'570 Ja-Stimmen (73,9 Prozent) gegen 9745 Nein-Stimmen gut. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 74 Prozent.
Das 40,2 Millionen Franken teure Grossprojekt beinhaltet zwei neue Sporthallen, eine unterirdische Sprintbahn sowie ein nationales Leistungszentrum für Tischtennis. Zudem wird die Anzahl der Übernachtungszimmer für Sportlerinnen und Sportler auf 64 verdoppelt. Die neue «Halle für alle» soll primär dem Breiten-, Jugend- und Schulsport dienen. Die Stadt Schaffhausen steuert ebenfalls rund sechs Millionen Franken bei.
Modernere Finanzregeln für den Kanton
Ebenfalls grünes Licht gab das Volk für zeitgemässe finanzielle Spielräume für Regierung und Parlament. Die Teilrevision der Kantonsverfassung zu den finanzrechtlichen Befugnissen wurde mit 22'420 Ja-Stimmen (66,8 Prozent) zu 11'168 Nein-Stimmen angenommen.
Damit steigen die Ausgabengrenzen: Der Regierungsrat entscheidet neu über einmalige Ausgaben bis 200'000 Franken, während sich die Kompetenz des Kantonsrates auf 1,5 Millionen Franken erhöht. Die Mitwirkungsrechte der Bevölkerung bleiben gewahrt, da die Schwellenwerte für Referenden unverändert bleiben. Zudem sichert die Revision dem Volk ein zwingendes Mitspracherecht beim Verkauf strategischer kantonaler Firmenanteile ab einem Verkehrswert von zehn Millionen Franken.






