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    Querelen und Bruch bei der Piratenpartei Schweiz

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Nach internen Querelen haben zwei Ex-Vorstandsmitglieder der Piratenpartei Schweiz die neue Partei «Digitale Integrität Schweiz» gegründet.

    Piratenpartei
    Piratenpartei Schweiz zerstritten und gespalten. - KEYSTONE/Michael Buholzer

    Nach internen Querelen haben zwei ehemalige Vorstandsmitglieder der Piratenpartei Schweiz eine eigene Partei mit dem Namen «Digitale Integrität Schweiz» gegründet. Der Präsident der Piratenpartei Schweiz und die Co-Präsidentin von «Digitale Integrität Schweiz» bestätigten am Sonntag einen Bericht über den Bruch.

    Den Hintergrund der Unstimmigkeiten erklärte Nicole Rüegger, Co-Präsidentin von Digitale Integrität Schweiz, wie folgt: «Philippe Burger, damaliger Vize-Präsident, langjähriger Financier und dominante Figur der Piraten, hatte während der letzten Monate mehrere Personen angegangen und mich persönlich massiv bedroht.

    Piratenpartei E-ID Referendum Datenschutz
    Jorgo Ananiadis, Präsident der Piratenpartei warnt vor zahlreichen Unklarheiten im geplanten Gesetz zur E-ID. (Archivbild) - keystone

    Seit längerer Zeit kritisierten mehrere Personen den Mangel an guter Organisationsführung. Wir forderten Präsident Jorgo Ananiadis mehrfach zum Handeln auf. Ananiadis blieb intern untätig, nahm Burger öffentlich gar in Schutz. Dieses Verhalten ist mit unseren Werten unvereinbar, das führte zum Bruch.»

    Rüegger und Jonas Sulzer, ein weiteres ehemaliges Vorstandsmitglied der Piratenpartei bilden laut Rüegger das Co-Präsidium der neuen Partei.

    Aufbau einer neuen politischen Kraft

    Die Strukturen der Partei befänden sich derzeit im Aufbau, so auch das Parteiprogramm. Es gebe einen Kreis von knapp 100 Personen, die Interesse an der neuen Partei zeigten.

    Von «Spaltung» will der Präsident der Piratenpartei Schweiz, Jorgo Ananiadis, nicht sprechen. An der Hauptversammlung Anfang April sei er von der Versammlung mit einer Dreiviertelmehrheit bestätigt worden. «Von den Mitgliedern stimmten in der nächsten Wahl keine 10 Prozent mehr für den Verbleib von Rüegger und Sulzer im Vorstand», sagte Ananiadis weiter.

    Im Anschluss daran habe die Versammlung vier neue Personen in den Vorstand gewählt. Die Piratenpartei sei also weiterhin mit ihren fast 2000 Mitgliedern sehr solide aufgestellt.

    Verantwortlichkeiten nach dem Bruch

    Laut öffentlicher Information zur Hauptversammlung vom 5. April sind Rüegger und Sulzer weiterhin verantwortlich für das Unterschriftensammeln gegen das E-ID-Gesetz. Wie Rüegger schreibt, werden sie und Sulzer eine etwaige Abstimmungskampagne gegen das E-ID-Gesetz im Namen ihrer neuen Partei führen.

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    Kommentare

    User #2905 (nicht angemeldet)

    Der Name Digitale "Integrität" ist eher sarkastisch zu verstehen, nachdem sich Generalsekretärin Monica Amgwerd alles andere als "integer" offenbart hatte in den Querelen der letzten Monate...

    User #2778 (nicht angemeldet)

    Pieraten als Name war etwas unglücklich gewählt. Ich finde es braucht schon eine Partei die sich um das Digitale kümmert, denn was jetzt die Regierung und die Verwaltungen damit anstellen und Geld sinnlos verlochen braucht mehr Kontrolle. Vielleicht wäre ein Verein die bessere Wahl. Vereine sind in der Schweiz nicht machtlos. Einfach vorsichtig sein wer da im Verwaltungsrat wenn es den einen braucht Platz nehmen will.

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