Obwalden soll auch unteren Abschnitt der Sarneraa sicherer machen
Die Obwaldner Regierung will den unteren Abschnitt der Sarneraa möglichst rasch stärker vor Hochwasser schützen. Für den zweiten Teil des Wasserbauprojekts Sarneraa Alpnach beantragt sie einen Planungskredit von 1,55 Millionen Franken. Der Bau startet indes frühestens 2031.

Mit der Planung und Ausführung des Projekts dürfe «nicht weiter zugewartet werden», schrieb die Regierung in einer Mitteilung vom Freitag. Denn nach dem Abschluss des ersten Teils des Wasserbauprojekts am oberen Abschnitt der Sarneraa, erhöhe sich die Hochwassergefahr im unteren Abschnitt. Dort könnte der Fluss laut Mitteilung künftig alle zwei bis fünf Jahre über die Ufer treten und so Räumungskosten, Ernteausfälle und Schäden an bestehenden Bauten verursachen.
Darum sollen die Massnahmen auf den 1,1 Kilometern zwischen Wasserrückgabe Kraftwerk Sarneraa und der Mündung in den Alpnachersee bald ergriffen werden. Neben der Erhöhung der Abflusskapazität ist auch die Revitalisierung des Wasserlaufs Teil des Projekts. Das Projekt gilt denn auch formell als Revitalisierungsprojekt, da «keine unmittelbaren Risiken für Personen oder genügend grosse Sachwerte» bestehen, welche für ein Hochwasserschutzprojekt nötig wären.
Dass mit dem Bau voraussichtlich erst in fünf Jahren begonnen werden kann, begründete die Regierung mit dem komplexen Verfahren und «zahlreichen zu berücksichtigenden Interessen».
Der Kantonsrat soll an seiner Sitzung vom 21. und 22. Mai über den Planungskredit befinden.
Die Arbeiten am oberen Abschnitt der Sarneraa zwischen dem Stauwehr und der Wasserrückgabe des Kraftwerks stehen laut Mitteilung «kurz vor dem Abschluss».
Als weitere Massnahme baut der Kanton auch einen Hochwasserstollen zwischen Sachseln und Alpnach. Dieser ist seit Mai 2025 für den Notfallbetrieb bereit. Gemäss Projekt-Website sollen die Arbeiten im laufenden Jahr ganz abgeschlossen werden.
Der Hochwasserschutz an der Sarneraa wurde nach dem Unwetter von 2005 vorangetrieben. Dieses hatte im Sarneraatal Schäden von 250 Millionen Franken angerichtet.






