Oberamt nimmt Misery-Courtion FR nach Finanzmisere an die Leine
Das Oberamt des freiburgischen Seebezirks hat Massnahmen zur Stabilisierung der Gemeindefinanzen von Misery-Courtion angeordnet. Der Gemeinderat hatte im vergangenen Jahr «Unregelmässigkeiten» in der Finanzverwaltung festgestellt.

Die daraufhin in Auftrag gegebene Sonderprüfung schätzte den direkten Schaden auf rund 1,45 Millionen Franken, wie das Oberamt am Dienstag mitteilte. Die Ergebnisse zeigten «erhebliche strukturelle und organisatorische Mängel in der Finanzführung». Hinweise auf Betrug gebe es hingegen nicht. Eine Administrativuntersuchung hält das Oberamt für nicht gerechtfertigt.
Die zuständigen Behörden müssen nun einen Finanzplan ausarbeiten und ein internes Kontrollsystem einführen, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Bis mindestens Ende Jahr werden sie zudem von einem externen Treuhandbüro begleitet, das dem Oberamt vierteljährlich einen Zwischenbericht erstattet.
Misery-Courtion hat rund 2400 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Gemeinde liegt zwischen dem waadtländischen Avenches und der Stadt Freiburg.






