Nidwaldner Regierung will keine staatliche Wohnungstauschplattform
Der Nidwaldner Regierungsrat lehnt die Forderung nach einer kantonalen Vermittlungs- und Tauschplattform für Wohnraum ab. Er möchte stattdessen auf geeignete Rahmenbedingungen setzen, um Wohnraum zu fördern. Zudem gebe es bereits etablierte Tauschplattformen.

Die Forderung stammt aus einem Postulat von Landrat Christof Gerig (Mitte) und Mitunterzeichnenden. Sie verlangten, dass der Kanton eine Vermittlungs- und Tauschplattform für Wohnraum schafft und weitere Massnahmen zur Verbesserung der Wohnraumsituation ergreift.
So sollten etwa Menschen, die in grösseren Wohnungen lebten und in kleinere ziehen wollten, ebenso Unterstützung erhalten. Auch Familien auf der Suche nach mehr bezahlbarem Wohnraum könnten von solchen Angeboten profitieren.
Der Regierungsrat teilte in seiner am Freitag veröffentlichten Antwort die Ansicht, dass der Wohnungsmarkt aktuell, wie an vielen Orten im Land – angespannt ist.
Der Kanton solle aber nicht direkt Einfluss nehmen, wie die Bevölkerung ihren Wohnraum nutze. «Dies wäre ein unangemessener staatlicher Eingriff in die Eigentumsfreiheit und Privatsphäre», wird Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger (Mitte) in einer Mitteilung vom Freitag zitiert. Zudem gebe es bereits Angebote von privaten Anbietern.
Weiter hielt der Regierungsrat fest, dass das Wohnungswesen in Nidwalden in erster Linie in der Zuständigkeit der Gemeinden liegt und in den vergangenen Jahren vielerorts neuer preisgünstiger Wohnraum entstanden sei oder sich aktuell in Planung beziehungsweise Umsetzung befinde.










