Abstimmung

    Nationales Ja-Komitee «Ehe für alle» steigt in den Abstimmungskampf

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Nach dem Bundesrat lanciert am Sonntag auch das nationale Ja-Komitee «Ehe für alle» die Abstimmungskampagne.

    «Gleiche Liebe - gleiche Rechte!» - So bewirbt das nationale Komitee «Ehe für alle» die Öffnung der gleichgeschlechtlichen Ehe. Über die Vorlage stimmt die Bevölkerung im September ab. (Archivbild)
    «Gleiche Liebe - gleiche Rechte!» - So bewirbt das nationale Komitee «Ehe für alle» die Öffnung der gleichgeschlechtlichen Ehe. Über die Vorlage stimmt die Bevölkerung im September ab. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/MARCEL BIERI

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das nationale Ja-Komitee der «Ehe für alle» steigt in den Abstimmungskampf.
    • Am Sonntag sollen in 23 Gemeinden verschiedene Aktionen stattfinden.
    • Das Komitee wirbt dabei für eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.

    Nach dem Bundesrat lanciert am Sonntag auch das nationale Ja-Komitee «Ehe für alle» die Abstimmungskampagne. Sie kämpft damit für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Angekündigt sind Aktionen in 23 Gemeinden.

    Ein Zeichen für Liebe und Gleichstellung

    Am Abstimmungssonntag vom 26. September habe die Schweiz die Möglichkeit, einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichstellung und Akzeptanz zu gehen. Dies schreiben die Befürworter der Vorlage in einer Medieneinladung. Paare des gleichen Geschlechts sollen künftig dieselben Rechte haben wie Paare verschiedenen Geschlechts.

    Geplant sind gemäss Programm verschiedene bunte Aktionen, Reden und Musik von Freiwilligen. Sie finden in verschiedenen Teilen der Schweiz – von Basel bis Bellinzona und von Genf bis St. Gallen – statt. Dabei dienen die Aktionen als «ein Zeichen für die Liebe und die Gleichstellung».

    Ehe für Alle
    Zwei Männer schneiden nach ihrer Eheschliessung im Rathaus eine Hochzeitstorte an. - dpa

    Anfang Woche präsentierte Justizministerin Karin Keller-Sutter die Argumente des Bundesrats für ein Ja zur «Ehe für alle». Im vergangenen Dezember hatte das Parlament Gesetzesänderungen beschlossen, die die Ehe für Paare des gleichen Geschlechts öffnet. Seit 2007 können gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft eintragen lassen, heiraten dürfen sie jedoch nicht.

    Erleichterte Adoption oder Einbürgerung

    Die Öffnung der Ehe für alle beseitigt laut den Befürwortern die Ungleichbehandlung von verschieden- und gleichgeschlechtlichen Paaren. Dies insbesondere in den Bereichen der erleichterten Fortpflanzungsmedizin, der Adoption und der erleichterten Einbürgerung. Neu soll ein gleichgeschlechtliches Ehepaar beispielsweise gemeinsam ein Kind adoptieren können. Die anonyme Samenspende, die Eizellenspende und die Leihmutterschaft bleiben für alle verboten.

    Ein Komitee mit Vertreterinnen und Vertretern der Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU) und der SVP ergriff das Referendum gegen die Vorlage. Die Gegner kritisieren, dass die «Ehe für alle» auf Gesetzesebene ohne Verfassungsänderung eingeführt werden soll. Die Samenspende für Frauen-Paare bezeichnen sie als «rechtlich und moralisch bedenklich». Das Kindeswohl bleibe auf der Strecke.

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