Thurgau

    Marc Rüdisüli (Mitte): «Schutz und Sicherheit der Schweiz stärken»

    Marc Rüdisüli
    Marc Rüdisüli

    Münchwilen,

    Marc Rüdisüli (Mitte) äussert sich im Gastbeitrag zum Zivildienstgesetz. Unser Milizsystem funktioniert nur, wenn für alle die gleichen Regeln gelten, sagt er.

    Rüdisüli Mitte TG Sirnach
    Marc Rüdisüli, Kantonsrat (Die Mitte/TG). - zVg

    Die weltpolitische Lage zeigt: Sicherheit ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Die Schweiz braucht eine Armee und einen Zivilschutz, die personell verlässlich und rasch einsatzbereit sind.

    Doch genau hier haben wir ein Problem: Von 36'000 Stellungspflichtigen verlieren wir bis zum RS-Start ein Drittel, vom RS-Start bis zum letzten WK nochmals ein Drittel. Jährlich wechseln Tausende gut ausgebildete Soldaten, Fachspezialisten und Kader nach der Rekrutenschule in den Zivildienst.

    In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Übertritte vom Militärdienst in den Zivildienst stark gestiegen – von 1’632 im Jahr 2008 auf rund 7’200 im Jahr 2025. Das ist der höchste Wert seit Einführung des Zivildienstes. Was bleibt, sind Lücken in der Einsatzbereitschaft und verlorene Investitionen.

    Zivildienst
    Rüdisüli: «Jährlich wechseln Tausende gut ausgebildete Soldaten, Fachspezialisten und Kader nach der Rekrutenschule in den Zivildienst.» - keystone

    Das ist kein Vorwurf an den Zivildienst. Dieser erfüllt eine wichtige Aufgabe für unsere Gesellschaft. Aber die aktuellen Regeln setzen falsche Anreize und sind gegenüber den anderen Dienstleistenden nicht fair.

    Die Revision des Zivildienstgesetzes setzt genau hier an. Sie behebt unfaire Besserstellungen, reduziert Fehlanreize und verhindert späte Übertritte. Konkret geht es um folgende Punkte:

    Gleiche Bedingungen für Kader, keine Sonderregeln mehr für Mediziner, kein Wechsel mehr nach erfülltem Militärdienst, um die Schiesspflicht zu umgehen, mindestens 150 Tage Zivildienst, jährlich zu leistender Dienst und ein rascher Einsatz nach der Zulassung.

    Wie stimmst du zur Änderung des Zivildienstgesetzes?

    Diese Massnahmen stärken die Bestände von Armee und Zivilschutz und sorgen gleichzeitig dafür, dass der Zivildienst weiterhin gezielt und sinnvoll eingesetzt werden kann. Er bleibt ein wichtiger Bestandteil unseres Systems.

    Wir dürfen die verschiedenen Dienstformen nicht gegeneinander ausspielen, aber sie müssen in einer fairen Balance stehen. Unser Milizsystem funktioniert nur, wenn für alle die gleichen und fairen Regeln gelten. Diese massvolle Reform bringt die Balance zurück, ohne den Zivildienst abzuschaffen.

    Darum stimme ich am 14. Juni Ja zum Zivildienstgesetz.

    Zum Autor

    Marc Rüdisüli (*1998) ist Kantonsrat (Die Mitte TG) und Mitglied des Parteipräsidiums Die Mitte Schweiz. Seit seiner Geburt wohnt er im Hinterthurgau in Sirnach.

    Kommentare

    User #1509 (nicht angemeldet)

    Es lebe die "göttliche Ordnung": Frauen an den Herd, Männer ins Militär oder in den Zivildienst. Alles schön sortiert und weiterhin zementiert.

    User #3864 (nicht angemeldet)

    Geiler Name

    Weiterlesen

    Marc Rüdisüli Bettina Balmer
    26 Interaktionen
    Individualbesteuerung
    Marc Rüdisüli
    29 Interaktionen
    Gastbeitrag
    Rüdisüli Mitte Sirnach TG
    6 Interaktionen
    Kantonsrat Thurgau
    Bildung
    75 Interaktionen
    Lehrermangel

    MEHR AUS THURGAU

    Kefikon TG
    Kefikon TG
    Frauenfeld TG
    2 Interaktionen
    Frauenfeld TG
    Kanton Thurgau
    Kanton Thurgau
    Der Kampf für ein Thurgauer Frauenhaus geht weiter
    9 Interaktionen
    Neue Aktion