Luzerner Stimmvolk heisst neuen Standort für Kantonsgericht gut
Das Kantonsgericht Luzern erhält einen neuen und geräumigeren Standort. Die Stimmberechtigten haben dem Kauf des früheren Gebäudes der Ausgleichskasse in der Stadt Luzern zugestimmt.

Alle Parteien unterstützten den Kredit in der Höhe von 18,5 Millionen Franken, dies trotz Kritik am hohen Kaufpreis. Mit 67,3 Prozent Zustimmung (112'083 zu 54'499 Stimmen) fiel auch der Entscheid der Stimmberechtigten deutlich aus. Nur gerade vier Gemeinden im Westen des Kantons (Luthern, Ufhusen, Fischbach und Pfaffnau) lehnten die Vorlage ab. Die Stimmbeteiligung betrug 60,9 Prozent.
Das Kantonsgericht ist derzeit in einem rund 125 Jahre alten Gebäude in der Luzerner Innenstadt und in weiteren Gebäuden untergebracht. Die Suche nach einem neuen Standort dauerte Jahre und führte zu hitzigen Debatten, vor allem zwischen dem Kanton und der Stadt Luzern.
Mit dem Ja könne ein seit Jahren verfolgtes Vorhaben weiter vorangetrieben werden, teilte die Staatskanzlei mit. Die räumliche Zusammenführung des Kantonsgerichts ermögliche nicht nur ein effizienteres Arbeiten, sondern auch einen bürgerfreundlicheren Gerichtsbetrieb.
Mit dem Gebäude der Ausgleichskasse in der Nähe des Verkehrshauses hat der Kanton nun eine breit abgestützte Lösung gefunden. Die Ausgleichskasse benötigt das Gebäude nicht mehr, weil sie einen neuen Sitz in der Agglomerationsgemeinde Kriens bezogen hat.
Der Umbau des Gebäudes in ein Gericht wird nach heutiger Schätzung weitere 27 Millionen Franken kosten. Das Bauprojekt soll bis 2030 vorliegen. Bis zum Start der Bauarbeiten wird das leerstehende Gebäude möglicherweise von der Stadt Luzern als Primarschulhaus zwischengenutzt, wie die Staatskanzlei mitteilte.






