Luzerner Stadtrat beantragt Kredit für 850-Jahre-Feier
Die Stadt Luzern feiert 2028 ihr 850-jähriges Bestehen. Um das Jubiläum feiern zu können, beantragt der Stadtrat dem Grossen Stadtrat einen Kredit von 5,2 Millionen Franken.

Mit den Feierlichkeiten will der Stadtrat das Zusammenleben fördern und positive Erinnerungen schaffen, wie er in seinem Bericht und Antrag schreibt. Nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart und Zukunft sollen Themen der Aktivitäten sein, die in der ganzen Stadt über die Bühne gehen sollen – vom Littauer Berg bis in den Würzenbach. «Mis Quartier, mini Stadt, mini Wält» soll das Motto des Jubiläumsjahr deswegen lauten.
Die Aktivitäten sollen nicht nur von der Stadt ausgehen. Auch Quartiere und weitere Organisationen sollen Initiativen entwickeln, zudem sollen bestehende Veranstaltungen und Anlässe miteinbezogen werden, wie es in dem Bericht und Antrag heisst. Wegen den städtischen Wahlen im April 2028, sollen die grossen Veranstaltungen erst ab Mai stattfinden.
Eine eigentliche Gründung der Stadt Luzern gab es jedoch nie. Vielmehr dürfte sich das Fischerdorf am Vierwaldstättersee im Laufe der Zeit zur Stadt entwickelt haben.
1978 feierte Luzern eine grosse 800-Jahr-Feier, dies weil gemäss einer Urkunde von 1178 die Kapelle St. Peter zur Stadtpfarrei wurde. Zur Stadt gewachsen sein dürfte Luzern aber erst um 1220.
Nur weil die Stadt Luzern keinen eindeutigen Startpunkt habe, solle aber nicht auf eine Feier verzichtet werden, teilte der Stadtrat mit. Nach 50 Jahren sei es wieder an der Zeit, innezuhalten und einen Ausblick zu wagen. Im Gegensatz zur Feier von 1978 solle die Zukunft aber mehr Gewicht erhalten.
Viel Zeit, um das Jubiläumsjahr auf die Beine zu stellen, hat die Stadt nicht. Im Gegensatz zur Feier von 1978 soll diejenige von 2028 deswegen vor allem durch die Stadt und ohne vorgängiges Sponsoring finanziert werden. Für die Projektleitung will die Stadt befristet zusätzliche 160 Stellenprozente schaffen.






