Luzerner Schuldienste sollen mehr zeitliche Ressourcen erhalten
Wer im Kanton Luzern in der Schulpsychologie oder der Schulsozialarbeit tätig ist, soll künftig für weniger Lernende zuständig sein. Mit einer Anpassung des Pensenschlüssels will der Kanton auf die Zunahme der Zahl von Lernenden mit psychischen Problemen reagieren.

Diese sei überproportional und erfordere mehr zeitliche Ressourcen für die Schuldienste, wie es in einer Mitteilung der Dienststelle Volksschulbildung vom Freitag hiess. Eine Überprüfung des Pensenschlüssels habe diesen Befund im vergangenen Herbst bestätigt. Das Bildungs- und Kulturdepartement gibt deshalb eine Änderung der Verordnung über die Schuldienste bis am 1. Juni in die Vernehmlassung.
Konkret sollen ab dem 1. Januar 2027 auf eine Vollzeitstelle im Schulpsychologischen Dienst noch 1120 Lernende kommen. Bislang waren im Pensenschlüssel 1600 Schülerinnen und Schüler pro 100-Prozent-Pensum vorgesehen. In der Schulsozialarbeit soll das Personal künftig 600 statt wie bisher 750 Lernende pro Vollzeitstelle betreuen müssen. Überdies soll dank Massnahmen im Rahmen des Entwicklungsprogramms «Schulen für alle» die Zahl der Abklärungen mittelfristig abnehmen, hiess es in der Mitteilung weiter.
Somit schlägt der Kanton Pensenerhöhungen in den Schuldiensten vor, welche ab 2027 zu jährlichen Mehrkosten von 4,1 Millionen Franken führen. Davon tragen der Kanton und die Gemeinden je die Hälfte. Die Pensen sollen 2030 erneut überprüft werden.
Die Überprüfung des Pensenschlüssels wurde durch ein 2024 vom Kantonsrat überwiesenes, überparteiliches Postulat gefordert. Darin beklagten die Vorstösserinnen und Vorstösser die hohe Arbeitsbelastung sowie «massive Überstundensaldi».






