Stadt Zürich

Künstlerin Shirana Shahbazi verhüllt das Zürcher Grossmünster

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Das Zürcher Grossmünster hat sich in ein monumentales Kunstwerk verwandelt. Die Künstlerin Shirana Shahbazi gestaltet die riesige Gerüstverkleidung während der Sanierung.

Die Baugerüste am Zürcher Grossmünster wurden am Freitag verhüllt. Das Kunst-am-Bau-Projekt wird bis Herbst 2027 zu sehen sein.
Die Baugerüste am Zürcher Grossmünster wurden am Freitag verhüllt. Das Kunst-am-Bau-Projekt wird bis Herbst 2027 zu sehen sein. - KEYSTONE/ANDREAS BECKER

Hintergrund ist die umfassende Instandsetzung der Aussenfassade des Wahrzeichens, für die das gesamte Gebäude inklusive der markanten Doppeltürme für rund zwei Jahre vollständig eingerüstet werden muss. Um das Stadtbild während dieser Zeit nicht nur durch graue Bauplanen zu prägen, realisiert das kantonale Hochbauamt ein spektakuläres Kunst-und-Bau-Projekt, wie die Zürcher Baudirektion mitteilte. Am Freitag wurde das Gerüstnetz installiert.

Die Zürcher Künstlerin Shirana Shahbazi bespielt die Gerüsthülle mit einer dichten Collage aus verschiedenen Fotografien. Das Werk vereint alltägliche Szenen, historische Dokumente und Aufnahmen aus der Stadt Zürich zu komplexen Bildräumen. Auffallend sind die zahlreichen Figuren, die scheinbar schwerelos über die Fassade schweben, fallen oder rennen. Die Farbwahl der Installation orientiert sich dabei an den berühmten Glasfenstern im Kircheninneren und taucht die Hülle je nach Lichteinfall in unterschiedliche Stimmungen.

Die Montage der Installation hatte Mitte März begonnen. Das temporäre Kunstwerk wird voraussichtlich bis zum Herbst 2027 sichtbar bleiben, bevor die Gerüste an den Türmen wieder abgebaut werden. Das gesamte Sanierungsprojekt der Gebäudehülle dauert planmässig bis 2028 und kostet rund 32,5 Millionen Franken.

Die 1974 in Teheran geborene Shirana Shahbazi lebt und arbeitet seit 1997 in Zürich. Ihre Arbeiten wurden weltweit in bedeutenden Institutionen ausgestellt, darunter im Museum of Modern Art (MoMA) in New York, der Tate Modern in London und dem Fotomuseum Winterthur.

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Kommentare

User #5689 (nicht angemeldet)

Es soll nicht heissen „gestaltet“, sondern verunstaltet das Grossmünster. Wieder eine blöde Idee, wie damals der rostige Hafenkran.

User #2105 (nicht angemeldet)

Sehr nachaltig?

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