Kriens LU zieht Beschwerde gegen Autobahnprojekt Bypass zurück

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Kriens,

Die Stadt Kriens hat ihre Beschwerde gegen das Plangenehmigungsverfahren zum Bypass zurückgezogen. Vorausgegangen war eine Einigung mit dem Bund und dem Kanton über zusätzliche Überdeckungen der A2 in Kriens, die vergangene Woche vom Kantonsrat beschlossen wurde.

Dichter Verkehr auf der Autobahn A2 zwischen Kriens und Luzern. Der Abschnitt soll dereinst teilweise überdacht werden, um getrennte Stadtteile miteinander zu verbinden. (Archivbild)
Dichter Verkehr auf der Autobahn A2 zwischen Kriens und Luzern. Der Abschnitt soll dereinst teilweise überdacht werden, um getrennte Stadtteile miteinander zu verbinden. (Archivbild) - Keystone/URS FLUEELER

Kern der Einigung sind zwei zusätzliche Überdachungen der Autobahn A2. Die Aufwertungsmassnahmen beim Autobahntunnel Schlund und im Gebiet Arsenal-Südpol sollen die Quartiere verbinden, den Fuss- und Veloverkehr stärken und die Lärmbelastung reduzieren, wie die Stadt am Montag schrieb.

Der Kantonsrat hat letzte Woche einen Kantonsbeitrag von 48,5 Millionen Franken für die Finanzierung des insgesamt 186 Millionen teuren Vorhabens deutlich gutgeheissen. Damit seien die zentralen Forderungen nach einer siedlungsverträglichen Gestaltung des Bypass erfüllt, wird Stadtpräsidentin Christine Kaufmann-Wolf (Mitte) im Communiqué zitiert.

Kriens hatte 2020 Einsprache gegen das Projekt erhoben und später Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Auslöser waren fehlende «landschafts- und siedlungsverträgliche» Lösungen.

Der Rückzug der Beschwerde erfolgte nach den Zustimmungen von Einwohnerrat und Kantonsrat zu den Finanzierungsbeiträgen. Der Entscheid war, so zeigte es die Debatte im Kantonsparlament, erwartet worden.

Die endgültige Entscheidung über die Finanzierung liegt nun bei den Stimmberechtigten. Die Krienser Stimmbevölkerung entscheidet am 27. September über die Mitfinanzierung, die kantonale Abstimmung findet am 29. November statt.

Das Bypass-Projekt sieht für den Transitverkehr einen 3,5 Kilometer langen Tunnel zwischen Ibach (Luzern Nord) und Grosshof (Kriens) vor. Es soll die A2/A14 im Raum Luzern entlasten.

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