Köniz kann Passerelle in Niederwangen bauen
Die Gemeinde Köniz kann beim Bahnhof Niederwangen eine neue Fussgängerbrücke bauen. Die Stimmbevölkerung hat den Baukredit von 12,6 Millionen Franken gutgeheissen. Die Zustimmung fiel mit 71,2 Prozent Ja-Stimmen deutlich aus.

Die Brücke soll die S-Bahn-Haltestelle direkt mit dem kantonalen Entwicklungsschwerpunkt Juch/Hallmatt verbinden, wo sich in den nächsten Jahren viele Unternehmen und Dienstleistungsbetriebe ansiedeln werden. Allein im neuen kantonalen Polizeizentrum arbeiten dort ab 2028 rund 1400 Menschen.
Die Gemeinde rechnet für die Passerelle mit Beiträgen von Bund und Kanton in der Höhe von voraussichtlich rund 7,7 Millionen Franken. Die Nettokosten für Köniz fallen entsprechend geringer aus. Die Bauarbeiten sollen im kommenden Frühjahr beginnen und gut ein Jahr dauern.
Die Stimmberechtigten hiessen die Vorlage mit 11'837 Ja- gegen 4783 Nein-Stimmen gut, wie die Gemeinde am Sonntag mitteilte. Die Stimmbeteiligung betrug 60,5 Prozent.
Mit 9492 Ja- zu 6784 Nein- Stimmen angenommen wurde der Kredit von 9,9 Millionen Franken für den Erwerb eines Grundstücks an der Gartenstadtstrasse. Das asbestbelastete, rund 5500 Quadratmeter grosse Areal beim Bahnhof Köniz soll nach dem Abbruch der bestehenden Gebäude neu entwickelt werden.
Vorgesehen ist die Ansiedlung neuer Arbeitsplätze sowie der Bau einer Fernwärmezentrale im Untergeschoss durch eine Tochtergesellschaft der BKW. Zudem erhält die Gemeinde die Option, dort langfristig Verwaltungseinheiten zu konzentrieren.
Dies betrifft insbesondere die Abteilung Soziales mit rund hundert Mitarbeitenden. Das Baurecht am aktuellen Standort an der Sägestrasse läuft im April 2033 aus.






