Kleineres Defizit und mehr Fahrgäste stehen für den ZVV

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    Zürich,

    Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem Defizit von 328,2 Millionen Franken abgeschlossen. Der Verlust verringerte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 13,4 Millionen Franken.

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    Eine so tiefe Kostenunterdeckung gab es seit fast zehn Jahren nicht mehr, schreibt der ZVV in seinem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht. Das dürfte vor allem den Kanton Zürich und die Gemeinden freuen: Sie übernehmen die ungedeckten Kosten und müssen somit weniger bezahlen.

    Aufgrund grösserer Ticketeinnahmen wuchs der Ertrag um 21,7 Millionen respektive 3,4 Prozent auf 657 Millionen Franken. Der Aufwand stieg demgegenüber nur geringfügig um 0,8 Prozent auf 985,7 Millionen Franken.

    Der Kostendeckungsgrad stieg auf 67 Prozent. Er wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Dies ist laut ZVV bemerkenswert, da das Verkehrsangebot in den letzten zehn Jahren in weiten Teilen des Kantons überdurchschnittlich ausgebaut worden ist.

    651 Millionen Fahrgäste transportiert

    Von einem «soliden Wachstum» spricht der ZVV in Zusammenhang mit den Fahrgästen: Im vergangenen Jahr haben die ZVV-Verkehrsunternehmen 651 Millionen Passagiere mit Zug, Tram, Bus, Schiff und Luftseilbahn transportiert. Das sind täglich knapp 1,8 Millionen Einsteiger und insgesamt 13 Millionen mehr als im Vorjahr.

    Alleine in der S-Bahn hat sich die Anzahl der Fahrgäste seit 1990 mehr als verdreifacht, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Sie transportierte im Jahr 2017 pro Werktag - gemessen an der Stadtgrenze - 485'000 Personen.

    Die meisten der ZVV-Fahrgäste kauften ihr Ticket am Billettautomat (59,1 Prozent). Allerdings holen die digitalen Verkaufskanäle wie Apps, SMS oder Website stark auf: Hier wuchs der Absatz um über 36 Prozent. Damit werde mittlerweile jedes fünfte Ticket im ZVV digital gelöst, heisst es weiter.

    Neue Verbindungen

    Vorfreude herrscht im ZVV, wenn es um die dritte und letzte Etappe der 4. Teilergänzung der Zürcher S-Bahn geht: Diese wird im Dezember in Betrieb genommen.

    Damit werde der grösste Angebotsausbau in der ZVV-Geschichte abgeschlossen, wie ZVV-Direktor Franz Kagerbauer im Begleitbrief schreibt. «Dank der zahlreichen Infrastrukturausbauten werden das Fahrplanangebot und die Leistungsfähigkeit der S-Bahn nochmals deutlich ausgebaut, wovon weite Teile des Kantons profitieren.«

    Geplant sind unter anderem ein schneller 15-Minuten-Takt zwischen Winterthur und Zürich sowie ein Ausbau im Unterland und im Raum Winterthur mit neuen Direktverbindungen nach Zürich. Zudem gibt es Anpassungen im Busnetz.

    -Mitteilung der SDA (mis)

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