Kinder mit Behinderung sollen in Graubünden regulär betreut werden

Keystone-SDA Regional
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Chur,

Die Regierung hat das Pilotprojekt «Kitaplus Graubünden» verabschiedet. Dieses Programm schaffe Rahmenbedingungen, damit Kinder mit Behinderung reguläre Betreuungsangebote besuchen können, schreibt sie in einer Mitteilung.

Kinder mit Behinderung sollen im Kanton Graubünden in Zukunft im Rahmen regulärer Angebote betreut werden können. (Archivbild)
Kinder mit Behinderung sollen im Kanton Graubünden in Zukunft im Rahmen regulärer Angebote betreut werden können. (Archivbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Gemäss Bündner Regierung orientiert sich «Kitaplus Graubünden» am Programm «Kitaplus» der Stiftung Kifa. Wie sie in der Mitteilung am Donnerstag schreibt, setze dieses bei pädagogischen Fragen zur Integration von Kindern mit Behinderung auf eine enge Begleitung des Betreuungsteams.

Das Programm «Kitaplus Graubünden» verfolge als oberstes Ziel die Umsetzung des Gesetzes über die Förderung der familienergänzenden Kinderbetreuung (Kibeg). Entsprechend soll der Kanton neu den effektiven Mehraufwand für die Betreuung von Kindern mit Behinderung abdecken. Dabei stehe die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern von Kindern mit Behinderung im Fokus.

Ausserdem würden im Rahmen des Pilotprojekts Rahmenbedingungen geschaffen, damit der inklusive Aspekt der Betreuungsangebote gefördert werden könne, heisst es weiter. Leistungserbringende, die ein Kind mit Behinderung betreuen, sollen finanzielle und fachliche Unterstützung erhalten. «Dadurch kosten Angebote der familienergänzenden Kinderbetreuung für Erziehungsberechtigte von Kindern mit und ohne Behinderung gleich viel.»

Der Bedarf an der Unterstützung für die Betreuung von Kindern mit Behinderung wurde laut Mitteilung im Kanton bisher nicht systematisch erhoben. Dementsprechend könnten die Mehrkosten für den Kanton lediglich hochgerechnet werden. «Bei einer Annahme von 20 Kindern à jeweils zwei Betreuungstage pro Woche entstünden jährliche Kosten von etwa 253'000 Franken», schätzt die Regierung.

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