Bisherige Kantonsspital Baselland-Standorte erhalten Neubauten
Die bisherigen Standorte des Kantonsspitals Baselland (KSBL) werden weitergeführt und sollen Neubauten erhalten. Dies kündigte die Baselbieter Regierung am Freitag vor den Medien an.

Das KSBL soll in Zukunft weiterhin die beiden Standorte Liestal und Bruderholz betreiben. Die Variante hat sich laut der Regierung gegen die Einstandort-Option in Pratteln durchgesetzt. Beide Varianten hätten die Anforderungen im Hinblick auf die medizinische Versorgung erfüllt, sagte Gesundheitsdirektor Thomi Jourdan (EVP).
Der Entscheid für die Zweistandort-Variante sei aber «eindeutig» ausgefallen. Die Ein-Standort-Variante in Pratteln wäre 290 Millionen Franken teurer ausgefallen und wäre wegen ihrer Komplexität und des Zeitplans ein Risiko für das KSBL gewesen, wie Jourdan erklärte.
Der Evaluationsprozess habe zwei Jahre gedauert. «Wir hatten keine Scheuklappen an», betonte Jourdan. Man habe viele verschiedene Varianten geprüft. Dabei habe man sich auch von einem Beratungsunternehmen «auf die Finger schauen lassen».
Die Gegenüberstellung der beiden Varianten war erst möglich geworden, nachdem ein Standort für den potentiellen Neubau gefunden wurde. Zuletzt hatte sich die Regierung im Dezember 2025 für Salina Raurica Ost und gegen Bredella Ost entschieden, wie sie damals mitgeteilt hatte.
Die Variante mit den zwei Standorten Bruderholz und Liestal sieht indes eine Spezialisierung der Spitäler vor. Während beide eine Intensivstation und einen Notfall behalten sollen, ist eine Aufteilung der Fachbereiche angedacht.
Mit dem zugrundeliegenden Rahmenkonzept «Gesundheit BL 2030» verfolgt der Kanton insgesamt die Ziele, die Ambulantisierung voranzutreiben und Doppelspurigkeiten abzubauen. Damit sollen die Gesundheitskosten reduziert und das KSBL finanziell stabilisiert werden.






