Zug

    Kantonsrat will 55 Millionen in ETH-Forschungszentrum investieren

    Der Kanton Zug soll 55 Millionen Franken für den Aufbau eines gemeinsamen Lern- und Forschungszentrums der ETH Zürich und Vertretern der Zuger Wirtschaft bereitstellen. Das Kantonsparlament hat das Projekt nach erster Lesung verabschiedet.

    Der Zuger Kantonsrat hat am Donnerstag über einen Förderbetrag für ein ETH-Forschungszentrum in Zug debattiert. (Symbolbild)
    Der Zuger Kantonsrat hat am Donnerstag über einen Förderbetrag für ein ETH-Forschungszentrum in Zug debattiert. (Symbolbild) - Keystone/URS FLUEELER

    Die Einrichtung soll die akademische Ausbildung mit beruflicher Praxis auf dem Areal der Tech Cluster Zug AG im Gebiet Göbli in Zug verbinden. Laut Bericht an das Parlament sollen dereinst Studierende der ETH Zürich, Forschende, Dozierende und Lernende aus Zuger Betrieben gemeinsam an praxisrelevanten Aufgaben aus der Industrie arbeiten.

    Die beantragten Mittel von 55 Millionen Franken beziehen sich auf die Verwirklichung der Etappe 1. Diese umfasst die Anpassung zweier Bestandsgebäude sowie einen zehnjährigen Betrieb ab voraussichtlich 2029/30. Das Projekt soll laut den Unterlagen aus den Mehrerträgen der OECD-Mindeststeuer finanziert werden.

    Die Gesamtkosten für die erste Etappe betragen 110 Millionen Franken. Neben den Kantonsmitteln von 55 Millionen Franken soll die Stadt Zug 27,5 Millionen Franken beisteuern, die Wirtschaftspartner 16,6 Millionen und die ETH Zürich 10 Millionen Franken.

    Die Schlussabstimmung findet nach der zweiten Lesung statt. Die parlamentarischen Prozesse sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das Geschäft benötigt neben dem Kantonsrat auch den Segen des Stadtparlaments und der Stimmberechtigten in der Stadt Zug.

    Das Geschäft war in der Session unbestritten. Sämtliche Fraktionen sowie die Bildungs- und die Staatswirtschaftskommission unterstützten das Anliegen. Das Lern- und Forschungszentrum verbinde akademische und berufliche Bildung, hiess es. Es entstehe ein Ort, «an dem Studierende, Lernende und Berufsleute gemeinsam arbeiten und forschen», sagte SP-Kantonsrätin Michèle Schmid.

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