Nidwalden

Kantonales Sportanlagenkonzept enttäuscht den Nidwaldner Landrat

Keystone-SDA Regional
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Nidwalden,

Der Nidwaldner Regierungsrat hat dem Landrat ein lang erwartetes Sportanlagenkonzept vorgelegt. Dass dieses wohl folgenlos bleiben wird, sorgte an der Sitzung vom Mittwoch für Kritik.

Der Nidwaldner Regierungsrat legte mit dem Kantonalen Sportanlagenkonzept eine Bestandesaufnahme der 218 Nidwaldner Sportanlagen vor. (Symbolbild)
Der Nidwaldner Regierungsrat legte mit dem Kantonalen Sportanlagenkonzept eine Bestandesaufnahme der 218 Nidwaldner Sportanlagen vor. (Symbolbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

«Was ändert mit dem Papier gegenüber heute?», fragte Remo Zberg (FDP) rhetorisch und lieferte sogleich die Antwort: «überhaupt nichts». Die weiteren Fraktionen stimmten zu grossen Teilen der pointierten Kritik zu.

Das Konzept sei nicht, was er sich erhofft hatte, sagte Mario Röthlisberger (Mitte), einer der Unterzeichnenden des 2022 eingereichten Postulats, das die Erstellung des Konzepts forderte. Das Ziel sei gewesen, eine Bestandesaufnahme vorzunehmen und die langfristige Planung von kantonal wichtigen Infrastrukturen sicherzustellen. Eine Vision sei nun nicht zu erkennen, sagte Mitunterzeichner Jvo Eicher (Mitte).

Klaus Waser (FDP) sagte namens der Bildungskommision (BKV), es fehle eine Liste von Massnahmen, die sich aus dem Konzept ergeben. Auch vermisste die Kommission die Darlegung der Ergebnisse aus Workshops, die der Kanton mit Gemeinden und Vereinen durchgeführt hatte.

Bildungsdirektor Res Schmid (SVP) hatte eingangs erklärt, Projekte für neue Sportanlagen müssten auf Gemeindeebene angestossen werden. Er übernahm zudem die Verantwortung für die lange Wartezeit auf das vorliegende Konzept. Die Mitarbeitenden treffe keine Schuld, sie hätten ihr bestmögliches getan.

Für Denise Weger (GLP) blieb unklar, was die Gemeinden nun unternehmen sollten. Auch Marc Risi forderte als Sprecher der Grünen-SP-Fraktion, der Kanton solle eine aktivere Rolle als Koordinator einnehmen.

Christoph Keller (SVP) nannte das Konzept «einen fundierten Bericht». Er unterstrich die Verantwortung der Gemeinden und sagte: «Der Kanton kann nicht für alles zuständig sein.» Welche Sportanlagen in Nidwalden fehlten – weitere Dreifachturnhallen, ein Hallenbad oder allenfalls eine Rundbahn – sei bereits vor der Erstellung des Konzepts klar gewesen.

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