Kanton und Gemeinden stärken gemeinsame Vorsorge für Naturgefahren

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Statistisch gesehen, lebt im Kanton Bern jede 500. Person in einer roten Gefahrenzone und ist bei Naturereignissen wie Hochwasser, Lawinen oder Murgängen akut gefährdet. Zusammen mit den Gemeinden hat der Kanton Bern in den letzten Jahren eine standardisierte Notfallplanung erarbeitet.

Im August 2024 verwüstete der Milibach bei einem Unwetter einen Teil des Dorfes Brienz. (Archivbild)
Im August 2024 verwüstete der Milibach bei einem Unwetter einen Teil des Dorfes Brienz. (Archivbild) - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Mit dieser Notfallplanung soll die Widerstandsfähigkeit des Kantons gegenüber Naturgefahren gestärkt werden, wie die kantonale Sicherheitsdirektion am Donnerstag mitteilte. Gemeinden und Einsatzkräfte erhielten eine «klare, praxistaugliche Grundlage, um im Ereignisfall schnell, koordiniert und wirksam handeln zu können».

Ausgearbeitet wurden beispielsweise Alarmierungs-Schemen, Auftrags- und Interventionskarten sowie eine Übersicht über benötigtes Material und Personal. Gleichzeitig soll die Planung der Einsatzleitung aber auch genügend Handlungsspielraum lassen, um flexibel auf die Lage zu reagieren.

Ziel ist es laut Sicherheitsdirektion, Bevölkerung, Tiere, Infrastruktur und Lebensgrundlagen bestmöglich zu schützen, Zeit zu gewinnen und Schäden zu vermeiden oder vermindern.

Grundlage für diese Arbeiten bildet die seit 2014 bestehenden Gefahrenkarten. Sie bilden ab, welche Gemeinden welchen Risiken ausgesetzt sind. Insgesamt haben 189 Gemeinden ein nachgewiesenes Gefahrenpotenzial.

Jede dieser Gemeinden hat zusammen mit dem Kanton in den letzten Jahren eine Notfallplanung erstellt, wie es das kantonale Bevölkerungsschutzgesetz vorsieht.

Das Amt für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär unterstützte die Gemeinden bei der Erarbeitung ihrer Notfallplanungen und arbeitete dabei eng mit Fachpersonen aus Feuerwehren, Führungsorganen und Schwellenkorporationen zusammen. Gemeinsam wurden mögliche Gefahrenstellen erfasst, vor Ort beurteilt und fachlich diskutiert. Der Bund unterstützt die Erarbeitung der Notfallplanungen finanziell.

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