Franken

Kanton Schwyz plant Langsamverkehrsanlage für 36 Millionen Franken

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Kloten,

Zwischen Biberbrugg und Chaltenboden in der Gemeinde Feusisberg, soll eine 1300 Meter lange Anlage aus Brücken und Überführungen für den Velo- und Fussverkehr entstehen. Dafür beantragt der Schwyzer Regierungsrat beim Kantonsrat eine Ausgabenbewilligung von 36 Millionen Franken.

Eine vom motorisierten Verkehr abgetrennte Anlage soll den Langsamverkehr von Biberbrugg nach Chaltenboden führen. (Visualisierung)
Eine vom motorisierten Verkehr abgetrennte Anlage soll den Langsamverkehr von Biberbrugg nach Chaltenboden führen. (Visualisierung) - Handout Kanton Schwyz / Baudepartement

Für Velofahrende bestehe auf der Strecke derzeit «ein grosses Sicherheitsdefizit», schrieb die Staatskanzlei in einer Mitteilung vom Mittwoch. Demnach soll sich die Verkehrssicherheit durch die Trennung des Langsamverkehrs vom motorisierten Verkehr erhöhen.

Die Strecke ist stark befahren: 24'000 Fahrzeuge sind täglich auf der Hauptstrasse unterwegs. Derzeit gibt es Velostreifen, die an die rechte Fahrbahn angrenzen. «Weder deren Breite noch jene der Fahrbahnen für den motorisierten Verkehr entsprechen den aktuellen Normvorgaben», hiess es. Für Fussgängerinnen und Fussgänger fehlt zwischen Biberbrugg und Chaltenboden bisher eine Verbindung.

Auf der Anlage sind ein Velo- und ein Gehweg von insgesamt dreieinhalb Metern Breite geplant. Ab dem Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg verläuft sie mehrheitlich über Brücken. Vor dem Chaltenbodenrank entsteht eine Überführung, die in die Industrieerschliesung beim Chaltenboden übergeht.

Mit der neuen Anlage fallen die Velostreifen weg. Somit können die Fahrbahnen «normgerecht» und in Hinblick auf die wachsende Verkehrsbelastung angepasst werden, hiess es weiter.

Hohe Kosten und lange Vorgeschichte

In der Ausgabenbewilligung sind die Kosten für die Projektierung und Ausführung sowie eine Reserve enthalten. Die Regierung wolle damit frühzeitig «die politische Gewissheit» schaffen, dass der Kanton das Projekt «trotz der hohen Kosten» umsetzen kann.

Die ungenügende Situation für den Langsamverkehr zwischen Biberbrugg und Chaltenboden gebe seit bald 20 Jahren Anlass zu Diskussionen und Abklärungen. Untersuchungen und Variantenstudien hätten gezeigt, dass nur ein separater Velo- und Gehweg realistische Umsetzungschancen habe.

Die Mittel für das Projekt sollen aus der Spezialfinanzierung Strassenbau kommen, plant die Regierung. Diese weise ein Guthaben von knapp 300 Millionen Franken auf.

Zum Terminplan gab es in der Mitteilung keine konkreten Angaben. Mit den anstehenden Planungsarbeiten sowie Bewilligungsverfahren und der eigentlichen Realisierung werde das Projekt «nochmals einiges an Zeit» beanspruchen.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

Sekundarschule Stendal (D)
384 Interaktionen
Partei erfuhr davon
Ueli Schmezer
100 Interaktionen
Ueli Schmezer

MEHR FRANKEN

MEHR AUS UNTERLAND

Bülach
Bülach ZH
1 Interaktionen
Waldreservat
Eglisau ZH
Eglisau ZH