Kanton Aargau verzeichnet so viele Asylsuchende wie noch nie

Keystone-SDA Regional
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Wohlen,

Der Kanton Aargau hat einen neuen Höchststand im Asylwesen erreicht: Per Ende März lebten 10'071 Personen aus dem Asylbereich in kommunalen und kantonalen Unterkünften.

Asylunterkünfte
Die Aargauer Asylunterkünfte sind zu einem grossen Teil ausgelastet. (Symbolbild) - keystone

Die regulären Familien- und Männerunterkünfte sind zu 84 respektive 93 Prozent belegt, wie aus der Mitteilung des Sozialdepartement vom Mittwoch hervorging.

Der Kantonale Sozialdienst (KSD) betreibe derzeit 79 Asylunterkünfte. Die acht unterirdischen Notunterkünfte mit 1140 Plätzen seien aktuell zu rund 56 Prozent ausgelastet.

Um alle dem Kanton Aargau zugewiesenen Personen unterbringen zu können, eröffnet der Kantonale Sozialdienst neue Unterkünfte. Am 1. Juli nimmt gemäss Mitteilung eine Containersiedlung für Geflüchtete in Neuenhof den Betrieb auf.

Dort hätten 120 Personen Platz, vorgesehen sei die Unterbringung von Familien. Die Containersiedlung löse die bisherige Asylunterkunft in Neuenhof ab. Der KSD könne die Containersiedlung während fünf Jahren von der Grundstückeigentümerin Altura RE AG mieten. Der KSD wird die Betreuung in der Familienunterkunft mit eigenem Betreuungspersonal organisieren, wie es weiter hiess.

Kommentare

User #5705 (nicht angemeldet)

Nach Dublin Abkommen haben wir als Binnenland nur Asylanträge von Menschen die mit dem Flugzeug kommen. Alle anderen könnten zurück geschickt werden

User #5622 (nicht angemeldet)

Verständnis habe ich – aber seien wir ehrlich: So kann es nicht weitergehen. Wenn reguläre Unterkünfte bei 84% (Familien) bzw. 93% (Männer) liegen und selbst Notunterkünfte laufend gebraucht werden, ist das ein klares Zeichen von Überlastung. Eine neue Containersiedlung mit 120 Plätzen entlastet punktuell, löst aber das Grundproblem nicht. Und ja: Es sind häufig Wirtschaftsflüchtlinge, nicht nur Menschen, die direkt vor Krieg fliehen. Das muss man benennen dürfen, ohne jedes Mal so zu tun, als wäre das “rechts” oder “herzlos”. Wer Schutz braucht, soll ihn bekommen – aber Missbrauch und ungeordnete Zuwanderung führen dazu, dass am Ende die Akzeptanz für echte Flüchtlinge kaputtgeht. Was es jetzt braucht: klare Regeln, schnellere Verfahren, konsequente Rückführungen bei fehlendem Schutzgrund – und eine Politik, die nicht nur immer neue Betten organisiert, sondern endlich wieder Steuerung hinbekommt.

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