Kandidierende für Regierungsratswahlen in Graubünden stehen fast
Die Frist für die Einreichung einer Kandidatur für die Bündner Regierungsratswahlen im Juni ist abgelaufen: Gemeldet haben sich neun Kandidierende.

Neben den bereits bekannten Kandidaturen der grossen Parteien schlicht sich auch ein Neuling auf die Liste: Der 24-jährige Reto Bott. Der 24-Jährige studiert aktuell Rechtswissenschaften und will es als Parteiloser versuchen. Neben ihm drängen aber auch vier weitere Neue ins Amt – und aus der bisherigen Regierung treten alle, bis auf den wegen Amtszeitbeschränkung ausscheidenden Jon Domenic Parolini (Mitte) treten zur Wiederwahl an.
Die SVP schickt die oberste Bündnerin Valérie Favre Accola ins Rennen. Die Partei ist seit 2008 nicht mehr Teil der Bündner Regierung. Nachdem die damalige SVP-Regierungsrätin Eveline Widmer-Schlumpf anstelle von Christoph Blocher in den Bundesrat gewählt worden war, wurde die Kantonalpartei aus der SVP Schweiz ausgeschlossen und die BDP gegründet. Nun will die Volkspartei zurück in die kantonale Exekutive.
Die Mitte will den Sitz von Parolini aber nicht kampflos aufgeben und schickt neben den beiden Bisherigen, Carmelia Maissen und Marcus Caduff, auch die Alt-Standespräsidentin Aita Zanetti ins Rennen.
Aber auch die FDP hat ein Auge auf den freiwerdenden Sitz geworfen und kommt mit einem Zweierticket. Neben dem bisherigen Finanzdirektor Martin Bühler nominierte die Partei auch ihren Präsidenten Maurizio Michael für die Regierungsratswahlen.
Die SP setzt sich zum Ziel, ihren einen Sitz zu verteidigen. Mit ihrem Slogan «Peter. Punkt. Mehr Haltung. Mehr Peyer.» verzichtet die Kantonalpartei auf ein Zweierticket und legt den Fokus alleinig auf den derzeitigen Vorsteher des Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit, Peter Peyer.
Bereits letzten Frühling nominierte die GLP ihre Fraktionspräsidentin Nora Saratz Cazin. Es ist der zweite Anlauf der Grünliberalen für einen Sitz in der Regierung.






