In Horw LU sinkt im laufenden Jahr wie geplant der Steuerfuss
Die Luzerner Vorortsgemeinde Horw kann, wie vom Einwohnerrat beschlossen, den Steuerfuss von 1,45 auf 1,4 Einheiten senken. Die Stimmberechtigten haben am Sonntag das Budget 2026 gutgeheissen.

Der Entscheid fiel mit einem Ja-Stimmenanteil von 86,1 Prozent (3883 zu 625 Stimmen) deutlich aus. Die Stimmbeteiligung betrug 42,3 Prozent. Mit der Zustimmung zum Voranschlag geht in der Luzerner Vorortsgemeinde der budgetlose Zustand zu Ende.
Das Ergebnis zeige, dass die Stimmberechtigten die «bewährte Finanzpolitik des Gemeinderats und des Parlaments» mittragen würden, teilte der Gemeinderat nach der Abstimmung mit. Horw bleibe damit eine der steuergünstigsten Gemeinden im Kanton Luzern.
Das am 20. November 2025 vom Einwohnerrat beschlossene Budget sieht bei einem betrieblichen Aufwand von 116,5 Millionen Franken ein Defizit von 4,7 Millionen Franken vor. Veränderungen des Steuerfusses unterliegen in Horw dem obligatorischen Referendum.
Der Gemeinderat und die bürgerlichen Parteien Mitte, FDP und SVP begründeten die Steuerfusssenkung mit den robusten Finanzen. Der Steuerausfall könne mit dem in den letzten Jahren stark gewachsenen Eigenkapital aufgefangen werden und dürfte durch einen weiteren Anstieg der Steuererträge kompensiert werden, erklärten sie.
Die grün-rote Partei L20 lehnte die Steuersenkung ab, weil Horw sich diese nicht leisten könne. Es sei nicht nachhaltig, das aufgebaute finanzielle Polster leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Es sei absehbar, dass bei einer Steuerfusssenkung spätestens in drei Jahren der Steuerfuss wieder erhöht werden müsse.
Unterschiedlich beurteilt wurde auch der direkte Nutzen eines tieferen Steuerfusses für die Bevölkerung. Während von bürgerlicher Seite deren finanzielle Entlastung betont wurde, argumentierte Rot-Grün, dass nur Besserverdienende profitieren würden.






