Im Sommer eröffnet in Bern erstes stationäres Hospiz für Erwachsene
Im Sommer 2026 eröffnet die Stiftung Hospiz Mont Soleil das erste stationäre Hospiz für Erwachsene im Kanton Bern. Allerdings nicht wie ursprünglich geplant im Stadtberner Länggassquartier, sondern in der Oranienburg an der Schänzlistrasse, wie die Stiftung am Dienstag mitgeteilt hat.

Weil sich der Umbau des ehemaligen Alters- und Pflegeheims Mon Soleil an der Zähringerstrasse in der Länggasse aufgrund dreier Einsprachen auf unbestimmte Zeit verzögert, suchte die Stiftung nach einer Alternative. Fündig wurde sie nun in der Oranienburg, welche der Stiftung Diaconis gehört.
Das Hospiz Bern wird neun Einzelzimmer, Aufenthalts- und Gemeinschaftsräume für Patientinnen und Patienten, Angehörige und Besuchende sowie einen Garten umfassen, wie die Stiftung Hospiz Mont Soleil in einer Mitteilung schreibt. Die Nutzungsvereinbarung mit Diaconis sei unterzeichnet, ein Betriebskonzept liege vor.
Das Projekt hat von der kantonalen Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) eine Bewilligung für ein dreijähriges Pilotprojekt und eine Spezialfinanzierung zugesichert erhalten. Dennoch sei die Stiftung auf Spenden angewiesen, schreibt sie weiter. Vom Kanton gebe es keine Anschubfinanzierung.
Ein stationäres Hospiz nimmt erwachsene Patientinnen und Patienten in ihrer letzten Lebensphase auf, wenn eine Behandlung im Spital nicht mehr notwendig und die Betreuung zu Hause oder in einem Pflegeheim nicht möglich ist.
Im Kanton Bern laufen derzeit fünf Projekte für Erwachsenenhospize: Hospiz Biel-Bienne (Biel-Seeland), Hopespiz (Oberland), Nangijala (Schwarzenburg), La Passerelle (Berner Jura) und Hospiz Bern (Bern-Mittelland). Sie haben sich zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen.
Fachliche Einschätzungen gehen gemäss der Stiftung Hospiz Mont Soleil von einem Bedarf von rund 50 Hospizplätzen für Erwachsene im Kanton Bern aus.






