Stadt Basel

Hafenbahn-Kostenexplosion gefährdet Basler Arealentwicklung

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Basel,

Scheitert die Hafenbahn-Verlegung, wird die Arealentwicklung Klybeck- und Westquai mit Wohnraum für 3000 Menschen «in dieser Form nicht umsetzbar». Dies sagte die Basler Bau- und Verkehrsdirektorin Esther Keller (GLP) am Mittwoch vor dem Grossen Rat.

Die Hafenbahn trennt heute das Basler Klybeck-Quartier vom Rheinufer. Eine Verlegung nach Norden soll Raum für Wohnungen und Grünflächen schaffen, doch die Kosten dafür fallen 200 M...
Die Hafenbahn trennt heute das Basler Klybeck-Quartier vom Rheinufer. Eine Verlegung nach Norden soll Raum für Wohnungen und Grünflächen schaffen, doch die Kosten dafür fallen 200 M... - KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Ob und wie viel Wohnraum geschaffen werden kann, müsste dann in einer «neuen Planung» überprüft werden. Keller ging damit auf Interpellationen von Fina Girard (Grüne/JGB), Ivo Balmer (SP) und Nicole Strahm (LDP) ein. Alle drei beschäftigten sich mit der Verlegung der Hafenbahn, die gemäss Regierungsangaben 475 Millionen Franken und somit 200 Millionen Franken teurer wird als angenommen.

Die Regierung habe diese Nachricht nicht verzögert kommuniziert, sondern vorgezogen, sagte Keller. Sie habe dies noch vor der Abstimmung vom 14. Juni über die Klybeckinsel transparent machen wollen, da dies relevant sei für die Vorlage.

Die Interpellationen verlangten Antworten zu den Gründen für die massiv höher veranschlagten Kosten. Keller nannte den Wegfall von Synergien wegen des Abfuhr für den Rheintunnel an der Urne, was einen Mehraufwand 25 Millionen Franken zur Folge habe. Auch die Kosten für Naturersatzflächen sowie Infrastruktur wie Werkleitungen, Strassen und Brücken würden höher ausfallen. Die Regierung werde im Herbst über das weitere Vorgehen entscheiden.

Fina Girard und Nicole Strahm zeigten sich nicht zufrieden mit den Antworten. Noch immer seien die Gründe für den Löwenanteil der höheren Kosten nicht klar. Zudem habe man mit einem Nein zum Rheintunnel rechnen müssen.

Im Mai, am Tag vor Auffahrt, gab die Basler Regierung die höheren Kosten für die Hafenbahn-Verlegung bekannt. Das Projekt wird sich zudem um mindestens fünf Jahre auf die späten 2030er-Jahre verzögern. Der Grosse Rat hatte 2024 einen ersten Kredit von 36 Millionen Franken gesprochen. Die Verlegung der Bahn gegen Norden soll Wohnraum und Grünflächen im Klybeck und Kleinhüningen schaffen.

Kommentare

User #2629 (nicht angemeldet)

Ist in BS schon lange so, dass geplant wird und die Kosten dann regelmässig höher ausfallen, wieso wohl?

User #5455 (nicht angemeldet)

Dass Projekte viel Geld kosten ist eines. das machen andere andernorts ganz ähnlich ! Wie schon viele Prominente monierten, hat das BS Baudep. aber auch die BS Regierung hat enttäuschend wenig Planungsdurchblick bei vielen Projekten - leider. Sei es das leidige wichtige Eisenbahn-Planungen, sei es die Strassen, bzw. Autobahnplanungen, sei es dies und das, es gäbe noch vieles im Unreinen. Nicht nur diese ewigen Themen, welche auf die lange Bank geschoben werden, auch die Kommunikation in einfachen Thematiken scheint schwierig zu sein. Es wäre bald auch Zeit die Verantwortlichen - auch die politischen - würden mal Tabula rasa machen und Tacheles reden. Andernfalls sehen wir bei den nächsten Wahlen ganz sicher neue Gesichter

Weiterlesen

Arena Würth
3 Interaktionen
«Arena»
beck
190 Interaktionen
«Vertrauen»

MEHR AUS STADT BASEL

-
22 Interaktionen
Öffentlicher Zoff
de
8 Interaktionen
«Um Titel spielen»
1 Interaktionen
12 Mio. Objekte
pferdestall
Brand auf Balkon