Grünes Licht für ökologische Aufwertung im Zürcher Seebecken
Für ökologische Ersatzmassnahmen im Stadtzürcher Seebecken haben sich die Stimmberechtigten am Sonntag ausgesprochen. Mit einem Ja-Stimmenanteil von 65,8 Prozent bewilligten sie einen Rahmenkredit von 69 Millionen Franken.

Mit 91'406 Ja-Stimmen zu 47'434 Nein-Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 60 Prozent schafften die Stimmberechtigten die Voraussetzungen für die Erneuerung mehrerer Konzessionen von Hafenanlagen, deren Bewilligungen Ende 2026 auslaufen.
Das Projekt sieht vor, im Zürichsee neue Flachwasserzonen anzulegen und Uferbereiche ökologisch aufzuwerten. Dadurch sollen Lebensräume für Wasserpflanzen, Fische, Amphibien und Vögel entstehen. Für die Seeschüttungen will die Stadt unter anderem Aushubmaterial aus dem Ausbau des SBB-Bahnhofs Stadelhofen verwenden.
Befürworter betonten den ökologischen Nutzen der Massnahmen sowie die Möglichkeit, anfallendes Tunnelmaterial sinnvoll wiederzuverwenden. Zudem entstehen mehr Ersatzflächen als aktuell nötig, was künftige Neukonzessionierungen weiterer Anlagen am See erleichtern soll.
Die Gegner aus FDP, SVP und Mitte/EVP kritisierten dagegen die Höhe des Kredits und die aus ihrer Sicht unklare Notwendigkeit einzelner Massnahmen. Sie warnten vor einem zu wenig konkret begründeten Grossprojekt und forderten eine schlankere, transparentere Lösung.
Mit dem Ja kann die Stadt die Planung und Umsetzung der ökologischen Aufwertungen nun schrittweise vorantreiben. Die Arbeiten sollen 2027 beginnen und sich über mehrere Jahre erstrecken.






