Grosser Rat Freiburg bewilligt 41 Millionen für neuen Klimaplan
Der Freiburger Grosse Rat hat am Mittwoch den Klimaplan der zweiten Generation für die Jahre 2027 bis 2031 genehmigt. Das Parlament erhöhte das Budget für die 23 Massnahmen angesichts der jüngsten Hitzewellen von 31 auf 41 Millionen Franken.

Die Aufstockung um 10 Millionen Franken ging zurück auf einen Änderungsantrag des SP-Grossrats Simon Zurich, dem sich auch der Staatsrat angeschlossen hatte. Das Kantonsparlament fasste den Beschluss am Mittwoch mit 91 zu einer Stimme, bei vier Enthaltungen.
Das zusätzliche Geld soll zu gleichen Teilen in Massnahmen für die Landwirtschaft und in die Revitalisierung von Wäldern und Fliessgewässern fliessen. In Teilen reagierte der Rat damit auf eine gleichentags überwiesene SVP-Motion, die einen ausserordentlichen Beitrag zugunsten der Landwirtschaft zum Ziel hatte. Die Regierung prüft nun weitere Instrumente wie etwa Darlehen für Härtefälle.
Anträge der Grünen für zusätzliche 20 Millionen Franken und der Grünliberalen für zusätzliche 4 Millionen Franken fielen bei der Ratsmehrheit durch. Angenommen wurde hingegen eine Präzisierung des FDP-Grossrats Benoît Glasson, der eine vereinfachte und zielgerichtete Verwendung der Gelder verlangte.
23 Massnahmen fürs Klima
Der vom Staatsrat vorgelegte Klimaplan der zweiten Generation umfasst 23 Massnahmen. Er verfolgt drei Hauptziele: die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energien, die Begrenzung der Auswirkungen des Klimawandels auf Bevölkerung und Infrastruktur sowie eine Vorbildfunktion des Staates.
Laut dem Staatsrat zeigt die kantonale CO2-Bilanz von 2025, dass vor allem in den Bereichen Verkehr und Ernährung grössere Anstrengungen zur Reduktion von Treibhausgasen nötig sind. An der Umsetzung des neuen Klimaplans sollen 45 Partner beteiligt werden. Sie sollen Unternehmen, Landwirtschaftsbetriebe, Schulen, Gemeinden und die Bevölkerung begleiten.
Der erste Klimaplan aus dem Jahr 2021 war mit 21 Millionen Franken dotiert.










