Geflüchtete werden im Berner Oberland zu Pflegehelfern ausgebildet
Das Ausbildungszentrum für Geflüchtete in Ringgenberg ist aus Sicht des Kantons Bern gut gestartet. 32 Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich absolvieren dort eine Ausbildung in der Pflegehilfe.

Das Zentrum wird seit August 2025 vom Verein Asyl Berner Oberland im Auftrag des Kantons betrieben. Die Geflüchteten werden während rund 20 Monaten sprachlich und fachlich auf eine Tätigkeit im Pflegebereich vorbereitet.
Ringgenberg ist nach Bellelay das zweite Ausbildungszentrum dieser Art im Kanton. «Damit zeigen wir, dass Integration von Anfang an das richtige Mittel ist, um Geflüchteten eine Perspektive zu geben und sie früh in die Gesellschaft einzubinden», sagte Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektor Pierre Alain Schnegg (SVP) bei einem Besuch vor Ort.
Der Initiator dieser schweizweit einmaligen Ausbildungsangebote habe zudem der Gemeinde Ringgenberg gedankt, teilte der Kanton mit. Diese habe sich bereit erklärt, die ehemalige Kollektivunterkunft in ein Ausbildungszentrum umzuwandeln.
Die ersten zwei Module mit je 16 Teilnehmenden sind voll belegt. Wenn alle vier Klassen gestartet sind, werden rund 60 Personen ausgebildet.
Alle Teilnehmenden der ersten Klasse bestanden im Dezember die Sprachprüfung auf Niveau A1. Neben dem Sprachunterricht leisteten die angehenden Pflegehelferinnen und Pflegehelfer Praxiseinsätze in 14 Institutionen im Berner Oberland. Im letzten Modul schliessen sie mit dem Zertifikat des Schweizerischen Roten Kreuzes SRK ab.
In Bellelay seien Mitte Januar die ersten Zertifikate überreicht worden, hiess es. Derzeit befänden sich dort 120 Personen in Ausbildung. Ein weiteres Zentrum in Sumiswald sei geplant.






