Für Glarner Energieförderung könnte es ab 2027 weniger Mittel geben
Im letzten Jahr sind im Kanton Glarus 441 Projekte mit Energiefördergeldern unterstützt worden. 2026 bleibt das Programm unverändert. Ab 2027 seien aber sinkende Beiträge zu erwarten, teilte der Kanton mit. Der Grund sind Sparmassnahmen beim Bund.

Mit dem neuen Impulsprogramm des Bundes konnten im letzten Jahr im Kanton Glarus die Beiträge für Projekte wie den Heizungsersatz von Anlagen mit einer Leistung über 70 kW deutlich erhöht werden.
2025 wurden für 441 Projekte Förderbeiträge in der Höhe von 4,2 Millionen Franken ausbezahlt. Knapp 2 Millionen Franken steuerte der Bund bei, der Rest sei aus dem kantonalen Energiefonds finanziert worden, teilte das Departement Bau und Umwelt am Donnerstag mit.
61 Prozent der Fördermittel flossen in die bessere Dämmung von Gebäuden. 32 Prozent wurden für den Ersatz von Öl-, Gas- oder Elektroheizungen durch eine Wärmepumpe, eine Holzheizung oder durch einen Anschluss an ein Fernwärmenetz eingesetzt. Bei den übrigen Projekten geht es etwa um energieeffiziente Beleuchtungsanlagen oder Energieberatungen.
Im laufenden Jahr wird das Förderprogramm unverändert weitergeführt. Wie es danach weitergeht, ist unsicher. Sanierungsvorhaben, die von den 2023 erhöhten Fördersätzen profitieren sollen, «müssen bis Ende 2027 abgeschlossen sein», heisst es in der Mitteilung. «Danach sinken die Beiträge.»
Der Bundesrat schlage eine deutliche Kürzung der Bundesbeiträge vor. Falls die Sparmassnahme vom Bundesparlament bewilligt wird, hätte dies einen direkten Einfluss auf das Energieförderprogramm des Kantons Glarus. Der Entscheid von National- und Ständerat fällt in der Frühlingssession.
Wer bei eigenen Liegenschaften eine Verbesserung der Energieeffizienz oder einen Heizungsersatz plane, sei deshalb gut beraten, die Planung und Umsetzung «zügig anzugehen», empfiehlt das Departement für Bau und Umwelt.






