Freiburg lanciert Aktionsplan für die Milchwirtschaft
Der Kanton Freiburg will mit einem Aktionsplan die Milchwirtschaft unterstützen. «Besser produzieren: ja, weniger produzieren: nein», stellte Staatsrat Didier Castella am Montag seine Strategie vor. Sie soll nicht nur die Produktion sichern, sondern auch zur Lebensqualität der Bauern beitragen.

Die Milchwirtschaft prägt die Freiburger Landschaft seit Jahrhunderten und ist tief in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft verankert. Doch die Branche kämpft mit grossen Herausforderungen wie Klima- und Strukturwandel sowie Fachkräftemangel.
Der Kanton hat zusammen mit dem Kompetenzzentrum Landwirtschaft in Grangeneuve FR und der Hochschule für Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften in Zollikofen BE eine Standortbestimmung vorgenommen, die nun die Basis des Aktionsplans bildet. Dieser will dort ansetzen, wo der Kanton Handlungsspielraum hat, und die Rahmenbedingungen auf wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Ebene verbessern. Das schreibt die Freiburger Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft in einer Mitteilung.
Im Plan geht es beispielsweise um Themen wie effiziente Fütterung, die Stärkung der Branche, Tierwohl oder eine Aufwertung des Berufsstandes. Vorgesehen sind beispielsweise Vereinfachungen in der Projektkoordination für landwirtschaftliche Bauvorhaben oder Begleitung bei Betriebsübernahmen.
Angehende Fachkräfte sollen gezielt mit Bildungstagen gefördert werden. Weiter ist eine Applikation geplant, die Landwirte bei der Behandlung von Euterentzündungen unterstützen und den Medikamenteneinsatz verbessern soll.
Der Aktionsplan ist entwicklungs- und anpassungsfähig konzipiert, damit schrittweise neue Massnahmen entsprechend den Erwartungen der Branche und den verfügbaren Mitteln integriert werden können, wie es in der Mitteilung weiter heisst.






