Festivals in Basel sollen mehr Planungssicherheit bekommen
Der Swisslos-Fonds Basel-Stadt soll Festivals auch für zwei Ausgaben Gelder zusprechen, damit diese besser planen können. Der Grosse Rat hat am Mittwoch eine entsprechende Motion von Jo Vergeat (Grüne) zum zweiten Mal an die Regierung überwiesen.

Die Regierung hatte beantragt, den Vorstoss nur als unverbindlichen Anzug zu überweisen. Das Parlament entschied sich jedoch mit 62 zu 31 Stimmen für die Weiterbehandlung als Motion.
Der Vorstoss verlangt eine Anpassung der Verordnung zum Swisslos-Fonds Basel-Stadt. Festivals, die einen Betrag von 30'000 Franken erhalten und mindestens dreimal stattgefunden haben, sollen Gelder auch für zwei Ausgaben zugesprochen bekommen.
Regierungsrätin Stephanie Eymann (LDP) stellte der Motion einen anderen Vorschlag gegenüber. Die Regierung arbeite zurzeit an einem Festivalkonzept. Anlässe sollen eine «Förderperspektive» für weitere Durchführung erhalten, die jährlich verlängert werden kann. Damit wolle die Regierung mehr Planungssicherheit für die Festivals schaffen. Sie lehne die in der Motion aufgeführte Schwelle von 30'000 Franken als «künstliche Trennung» von kleinen und grossen Festivals ab.
Motionärin Jo Vergeat sagte, sie freue sich, dass die Regierung nach jahrelanger Wartezeit nun an einem Festivalkonzept arbeite. Dennoch wolle sie bei der Motion bleiben: Das Instrument der «Förderperspektive» sei zu unverbindlich, da Gelder zu wenig einplanbar seien. Stattdessen sollen Mindestausgaben durch den Swisslos-Fonds sichergestellt werden können
Für die Überweisung als Motion waren Mitte/EVP, SP, Grüne und Basta. LDP, SVP, FDP und GLP folgten der Regierung und waren für einen Anzug. Hintergrund des Vorstosses sind mehrere Festivalabsagen. Das BScene, Gässli Filmfestival und Pärkli Jam pausierten letztes Jahr aufgrund fehlender finanzieller Sicherheit






