Stadt Zürich

Die Rote Fabrik in Zürich bleibt Kulturschaffenden vorbehalten

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Der Zürcher Gemeinderat hat den Vorschlag der SVP, die Rote Fabrik in einen Innovationshub umzuwandeln, abgelehnt.

Wollishofen Zürich
Die Rote Fabrik in Zürich-Wollishofen. (Symbolbild) - Keystone

Der Zürcher Gemeinderat hat am Mittwoch den Vorschlag der SVP, die Rote Fabrik in einen privat betriebenen Innovationshub umzuwandeln, entschieden abgelehnt. Anstelle von Startups sollen die Räume weiterhin Kulturschaffenden zur Verfügung stehen. Neben der Aktionshalle, dem Clubraum und dem Fabriktheater stehen der Interessengemeinschaft Rote Fabrik (IGRF) verschiedene Proberäume und Ateliers für Kunstschaffende sowie Büroräumlichkeiten in dem Gebäude an der Seestrasse in Wollishofen zur Verfügung.

Das soll auch so bleiben, fand das Stadtzürcher Parlament am Mittwoch und erteilte der SVP und ihrer Motion mit 103 Nein zu 12 Ja Stimmen eine klare Absage. Der Vorstoss verlangte den Betrieb in der Roten Fabrik auf die drei Präsentationsräume zu reduzieren und das übrige Gebäude in einen privat betriebenen Innovationshub und/oder ein Start-up-Cluster umzuwandeln.

Scharfe Kritik an IGRF

Jean-Marc Jung von der SVP warf dem Kulturzentrum vor, in letzter Zeit durch problematische Podiumsdiskussionen und Aktivitäten aufgefallen zu sein. Das Druckatelier werde für Hetzkampagnen missbraucht. «Die IGRF hat sich das Vertrauen verscherzt», sagte Jung. Daher fordere die SVP, dass ein Teil der Räume in Zukunft von der Startup-Szene genutzt werden soll.

Entschieden dagegen sprach sich Stadtpräsidentin Corine Mauch aus. Der Vorschlag der Motionäre würde den Betrieb der Roten Fabrik einschränken und sogar beenden. Für Startups gebe es andere Orte.

Gegenstimmen zur Umwandlung

Auch Ann-Catherine Nabholz setzte sich für die Kulturszene in der Roten Fabrik ein. Warum man wirtschaftliche Innovation und die Kulturschaffenden gegeneinander ausspielen sollte, konnte sie nicht nachvollziehen.

Yasmine Bourgeois teilte seitens der FDP die Meinung, dass die Rote Fabrik zwar Probleme habe, sie erachtete den Vorstoss der SVP aber als nicht zielführend. Die FDP wünsche sich, dass Innovation dort gefördert wird, wo sie möglich ist. Die Rote Fabrik sei dafür der falsche Ort, fand auch Karin Weyermann von der Mitte.

Kommentare

User #3076 (nicht angemeldet)

Zürcher Filz in rotgrünem Gewand erfindet sich selbst und verkauft es als Kultur. Man denke mal nach, was Kultur heisst und welche Epochen, welche Kultur hervorbrachten. Ist ja geradezu lächerlich, was sich da in Zürich abspielt. Kultur!? Bloss ein Veloweg durch die Stadt und alle 100 Meter eine 30iger Tafel ist noch keine Kultur, auch wenn die Regierung das so sieht.

User #3076 (nicht angemeldet)

Kultur-Schaffenden, wenn das nur schon höre. Als wollte irgendjemand deren Kultur, die nurmehr der echten Kultur und Tradition, sowie der Geschichte der Schweiz und der nationalen Mentalität zuwider läuft und entledigt. Kultur entsteht nicht in einer Fabrik.

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