Die Polizei verkürzt im Sarganserland die Schalteröffnungszeiten

Die St. Galler Kantonspolizei wird die Schalteröffnungszeiten auf den Polizeistationen und den Stützpunkten in zwei Regionen verkürzen. Zudem setzt sie bei der Regionalpolizei auf eine flexiblere Dienstplanung. Begründet werden die Massnahmen mit zunehmenden Aufgaben für die Polizei bei weniger finanziellen Mitteln.

Die Kantonspolizei St. Gallen setzt bei der Regionalpolizei auf eine flexiblere Dienstplanung und verkürzte Schalteröffnungszeiten. (Symbolbild)
Die Kantonspolizei St. Gallen setzt bei der Regionalpolizei auf eine flexiblere Dienstplanung und verkürzte Schalteröffnungszeiten. (Symbolbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Steigende Kriminalität, eine wachsende Bevölkerung und immer mehr Einsätze bei einem gleichzeitigen Sparauftrag aus dem Parlament: So fasste die Kantonspolizei St. Gallen in einer Mitteilung vom Mittwoch die Herausforderungen zusammen, vor welchen sie steht.

Die Polizei ist vor allem an den Abenden und an den Wochenenden mit einer steigenden Anzahl Ereignissen konfrontiert, heisst es im Communiqué weiter. Je nach Tageszeit brauche es mehr oder weniger Mitarbeitende. Vor diesem Hintergrund müssten die Personalressourcen gezielter eingesetzt werden. In einem Pilotprojekt in den Regionen Linthgebiet-Toggenburg und Werdenberg-Sarganserland testet die Kantonspolizei deshalb bei der Regionalpolizei eine flexiblere Dienstplanung.

Die Schalteröffnungszeiten auf den Polizeistationen und den Stützpunkten werden in den beiden Regionen in einem ersten Schritt verkürzt. Gegen Sommer respektive Herbst sollen die Schalter komplett geschlossen werden. Ab dann braucht es eine telefonische Voranmeldung, um am Schalter eine Anzeige aufzugeben.

In der Region Linthgebiet-Toggenburg läuft das entsprechende Pilotprojekt bereits seit dem 1. Februar. Im März wird es auf die Region Werdenberg-Sarganserland ausgeweitet. Die Pilotversuche dauern bis Ende Jahr. Anfang 2027 will die Geschäftsleitung der Kantonspolizei über das weitere Vorgehen entscheiden.

Wegen eines Sparauftrags aus dem Parlament werden in den Jahren 2026 und 2027 die Polizeistationen in Bad Ragaz, Walenstadt, Oberriet und Flawil geschlossen. Die Regierung bezeichnete diese Stationen in einer Antwort auf einen Vorstoss aus dem Parlament als «Satellitenstationen», die durch grössere Polizeistationen mit deren Personal geführt werden. Deren Schliessung sei «ohne signifikante Einbussen» bei der Polizeipräsenz möglich.

Kommentare

User #3662 (nicht angemeldet)

Und welcherart sind diese "zunehmenden Aufgaben" konkret? Blitzerauswertungen und Taglichtkontrollen? Private Ausspionierungen von Nachbarn und Zufalksbekannten oder doch nur die ausgedehnte Überwachung der Bevölkerung zwecks bösen Tweets? Die bewaffnete Bewachung von Wurstständen und Raclettedörfli? Wieso wird hier nicht genannt, wo das vermeintliche Problem liegt?

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