Campax stellt FDP und SVP mit Aufkleber als Nazis dar

    Marie Augustin
    Marie Augustin

    Zürich,

    Mit einem Briefkastenaufkleber kritisiert die Organisation Campax die FDP und SVP. Vor einer Änderung betitelte sie darauf beide Parteien als «Nazis».

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    Campax kritisiert mit einem Briefkastenaufkleber FDP und SVP. - Instagram/@campaxorg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Campax hat einen Aufkleber herausgebracht, der Parteiwerbung fernhalten soll.
    • Der Aufkleber richtet sich sowohl gegen die FDP als auch gegen die SVP.
    • Auf dem ersten Entwurf war dazu die Aufschrift «FCK NZS» enthalten.

    Campax fiel jüngst auf, indem die Organisation für neue Briefkasten-Aufkleber warb. Diese zeigten ein Schaf mit der Aufschrift «FCK NZS» und der Botschaft «Stopp SVP-Propaganda. Auch kein FDP-Material. Denn mit Listenverbindungen ist jede Stimme auch eine für die SVP.»

    Was als Aufkleber gegen Parteiwerbung vorgesehen war, entpuppte sich schnell als weitaus mehr, als eine banale Unfreundlichkeit: Denn mit dem Ausdruck «Fuck Nazis» verunglimpft die Kampagnenorganisation des ehemaligen Greenpeace-Aktivisten Andreas Freimüller beide Parteien als Nationalsozialisten.

    FDPler laut Campax gleich Nazi?

    Die Aktion der Organisation, in deren Vorstand auch Grünen-Präsident Balthasar Glättli sitzt, erntet reichlich Kritik. So kommentierte unter anderem der Zürcher Gemeinderat Jehuda Spielman auf Twitter: «Liebe @campaxorg, bin ich (FDPler und Nachkomme von Holocaustopfern) auch ein Nazi?»

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    Die Aktion von Campax gegen die SVP und FDP sorgte für Kritik. - Twitter/@jehudaspielman

    Campax entfernte daraufhin die Aufschrift auf dem Shirt des Schafs. Dazu schrieb die Organisation: «Wir können nachvollziehen, dass unser erstes Sujet missverständlich war, deshalb gibts das Schaf nun ohne T-Shirt. Trotzdem: Wir wollen kein Material der SVP-Hetzkampagne in unserem Briefkasten, und ja, dank Listenverbindung gilt es auch für die FDP.»

    Eine Entschuldigung von Campax für die Verunglimpfung bliebt bis dato aus, wie die «NZZ» berichtet.

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