Bündner Kantonsspital führt «Hospital at Home» für engen Kreis ein

Keystone-SDA Regional
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Chur,

Das Kantonsspital Graubünden will in einer zweijährigen Pilotphase das Angebot «Hospital at Home» (Spital zuhause) einführen. Davon profitieren können aber nur Patientinnen und Patienten, die Kunden einer bestimmen Krankenkasse sind und in einem 30-minütigen Umkreis von Chur wohnen.

Das Zentrumsspital in Chur soll mit dem Angebot «Hospital at Home» entlastet werden - finanziell und ressourcentechnisch. (Archivbild)
Das Zentrumsspital in Chur soll mit dem Angebot «Hospital at Home» entlastet werden - finanziell und ressourcentechnisch. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Die Herausforderungen in der Gesundheitsbranche würden neue Versorgungsmodelle verlangen, schrieb das Kantonsspital Graubünden am Dienstag. Das Angebot «Hospital at Home» setze hier an und bringe die Medizin zu den Patientinnen und Patienten nach Hause, während das Zentrumsspital in Chur finanziell und in den Ressourcen entlastet wird.

«Für die Patientinnen und Patienten gibt es keine unmittelbaren finanziellen Auswirkungen. Für das Spital und das Gesamtsystem werden wir während der Pilotphase herausfinden, welches die Konsequenzen auf die Kosten sein werden. Ziel ist natürlich eine Reduktion», sagte der Sprecher des Kantonsspitals Graubünden, Dajan Roman, auf Anfrage von Keystone-SDA.

Die Behandlungsform ist nicht neu und wird bereits national und international angewendet. «Studien zeigen, dass diese Behandlungsform sicher und wirksam ist: Die medizinischen Outcomes sind mindestens gleichwertig, gleichzeitig treten weniger Delirien,Infektionen und Immobilität auf, dies ohne erhöhte Sterblichkeit», schrieb das Spital dazu. Von März 2026 bis Februar 2028 will es nun eigene Erfahrungen sammeln.

Es profitieren jedoch nur Patientinnen und Patienten, die Kunden bei der Krankenkasse ÖKK sind. Diese unterstützt das Pilotprojekt finanziell und will damit die medizinische Versorgung in Graubünden mitgestalten, wie es weiter hiess. Ausserdem können nur solche Patientinnen zuhause behandelt werden, die nicht weiter als 30 Minuten von Chur entfernt wohnhaft sind.

«Wir möchten zuerst Erfahrungen im Kleinen sammeln. Mit der Pilotphase prüfen wir, ob das Modell auch in andere Regionen des Kantons ausgerollt werden kann», so Roman weiter. Die Fachhochschule Graubünden (FHGR) begleitet die Pilotphase wissenschaftlich.

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Kommentare

User #4867 (nicht angemeldet)

Gute Sache. Früher, als die Prämienzahler von Bern noch nicht so heftig und schamlos belogen wurden, nannte man das "Hausbesuche". War recht lange ziemlich populär, bis dann halt kaum noch inländische Ärzte mehr ausgebildet wurden.

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