Bessere Wasserqualität im Kanton Solothurn
Die Wasserqualität im Kanton Solothurn hat sich verbessert. Zu diesem Schluss kommt der neue Bericht «Zustand Solothurner Gewässer 2026». Die Belastung der Fliessgewässer durch Nährstoffe und Abwasser sei seit Mitte der 1990er-Jahre vielerorts zurückgegangen.

Hauptgründe sind eine bessere Abwasserreinigung sowie Massnahmen zur Verminderung von Einträgen aus Siedlung und Landwirtschaft, wie der Kanton Solothurn am Mittwoch in einer Medienmitteilung schrieb. «Die Entwicklung bestätigt, dass konsequente Schutzmassnahmen langfristig wirken.»
Kleine Bäche seien besonders empfindlich: In Trockenperioden führten sie wenig Wasser, wodurch Einträge aus gereinigtem Abwasser, belastetem Niederschlagswasser und landwirtschaftlich genutzten Flächen stärker ins Gewicht fielen.
Bei den meisten untersuchten Schwermetallen sei die Belastung stabil oder rückläufig. Eine Ausnahme bilde Kupfer, das über Dächern, Fassaden, Strassen und Verkehrsflächen sowie aus Industrie und Landwirtschaft in die Gewässer gelange.
Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln bleiben problematisch
Das Solothurner Grundwasser weise an den meisten Messstellen eine gute Qualität auf, hiess es in der Mitteilung weiter. Die meisten untersuchten Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe seien nicht oder nur in geringen Konzentrationen nachweisbar. Problematisch blieben jedoch langlebige Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln, die an mehreren Messstellen den für Trinkwasser geltenden Höchstwert überschreiten.
Lokal liegen auch die Nitrat-, Kupfer- und Zinkgehalte über den Anforderungen. PFAS seien ebenfalls verbreitet nachweisbar. Die Höchstwerte für Trinkwasser würden aber eingehalten.
Der Bericht «Zustand Solothurner Gewässer 2026» fasst die Ergebnisse der Gewässerbeobachtung von 1996 bis 2025 zusammen. Die Messreihen dokumentieren die Entwicklung der Fliessgewässer und des Grundwassers.






