Basler Zunft nimmt Baurecht an «Manger et Boire» zurück
Die Zunft zu Rebleuten erwirbt das Baurecht für die Liegenschaft mit dem einstigen Lokal «Manger et Boire» an der Gerbergasse in Basel zurück. Ein entsprechender Vertrag wird momentan ausgearbeitet, wie die Zunft am Freitag mitteilte.

Bisher hatte die Genossenschaft Manger das Baurecht inne. Eine Privatperson der Genossenschaft hatte die Liegenschaft bei einer Versteigerung im Oktober 2023 für 940'000 Franken erworben. Das Lokal war im Frühjahr 2024 als Restaurant wieder eröffnet worden, musste aber letzten September aus finanziellen Gründen schliessen.
Die Liegenschaft an der Gerbergasse 81 sei historisch eng mit der Zunft verbunden, heisst es weiter. Mit dem Rückerwerb des Baurechts übernehme die Zunft wieder die direkte Verantwortung für die weitere Entwicklung der Liegenschaft. Welche Nutzung künftig vorgesehen ist, will die Zunft in den kommenden Monaten evaluieren.
Im Baurecht gehörte die Liegenschaft vor der Versteigerung der Gesellschaft «Manger et Boire Bühler AG». Diese ging gemäss Handelsregister im März 2021 Konkurs, worauf das Betreibungs- und Konkursamt die Vergantung anordnete. Das Kult-Restaurant stellte im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie den Betrieb ein.
Einst befand sich in der Liegenschaft das Familiengeschäft Tee-Manger. Max Manger, der letzte Eigentümer des Teeladens, starb im Jahr 1992. Er vermachte die Liegenschaft der Zunft zu Rebleuten, welche die Liegenschaft in den Neunzigerjahren zum Restaurant umbaute.






