Arbeiten zur Umgestaltung des Berner Guisanplatzes beginnen
Die Stadt Bern will den vielbefahrenen Guisanplatz entlasten und umgestalten. Erste Bauarbeiten starten am kommenden Montag. Zunächst geht es um den Ersatz der Wasserleitungen im Boden. Im Sommer 2027 werden die Tram- und Bushaltestellen an die Papiermühlestrasse verlegt.

Der verkehrsbelastete Guisanplatz sei ein «regelrechtes Nadelöhr» geworden, schreiben Stadt und Kanton Bern sowie die Verkehrsbetriebe Bernmobil in einer Mitteilung vom Montag.
Um ihn zu entlasten, sollen unter anderem die Tram- und Bushaltestellen in die Papiermühlestrasse verschoben werden. Insgesamt sieben Bauphasen sind geplant, die intensivste im Sommer 2027.
Zunächst werden die rund hundertjährigen Wasserleitungen in der Papiermühle- und Tschäppätstrasse erneuert. Eine ferngesteuerte Bohrmaschine erstellt die unterirdischen Leitungen. Nur die Start- und Zielgruben sind laut Mitteilung an der Oberfläche sichtbar. Entsprechend wird der Verkehr nur minimal tangiert.
Im Sommer 2027 verlagern sich die Arbeiten an die Strassenoberfläche. Die Bus- und Tramhaltestellen werden an die Papiermühlestrasse verlegt und barrierefrei ausgestaltet – mit direkten Zugängen zum Bundesverwaltungszentrum und zur neuen Festhalle.
Die Trams der Linie 9 werden künftig die Wendeschlaufe vor dem Messegelände nur noch bei Grossveranstaltungen nutzen und im Normalbetrieb direkt in die Papiermühlestrasse einbiegen.
Für dieses Kernstück der Arbeiten ist im Juli und August 2027 eine achtwöchige Intensivbauphase geplant. An drei Tagen wird der Guisanplatz für den Verkehr komplett gesperrt.
In einer letzten Bauphase werden Massnahmen für mehr Verkehrssicherheit – insbesondere für Velofahrende und Zufussgehende – umgesetzt. Auch die Aufenthaltsqualität auf dem Platz soll verbessert werden, etwa durch Bäume und die Entsiegelung von Flächen.
Der Guisanplatz befindet sich im Entwicklungsschwerpunkt Wankdorf, dem grössten im Kanton Bern. Mit der Entwicklung geht auch eine Zunahme des Verkehrs einher.






