Alpnacher Beitrag an Erdverlegung einer Freileitung genehmigt
Das Alpnacher Stimmvolk genehmigt einen Sonderkredit zur Verlegung einer Hochspannungsleitung.

Das Alpnacher Stimmvolk hat einen Sonderkredit von 3,32 Millionen Franken an der Urne genehmigt. Dieser soll einen Teil der Kosten decken, um eine Hochspannungsleitung in den Boden zu verlegen, die über dem Schulareal und Wohngebiet verläuft. Die Zustimmung fiel mit 73,5 Prozent deutlich aus.
1564 Stimmberechtigten sagten Ja zum Kredit, 564 waren dagegen, teilten die Gemeindebehörden mit. Die Stimmbeteiligung betrug 50,3 Prozent. Das Projekt soll Alpnach gemeinsam mit dem Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) umsetzen.
Das EWO trägt den übrigen Teil der Gesamtkosten von 5,66 Millionen Franken. Der Baustart ist für Sommer 2028 in Aussicht. Bei diesem Zeitplan könnte die geplante Kabelleitung bis Ende 2029 in Betrieb genommen und die bisherige Freileitung demontiert werden.
Erdverlegung löst Probleme
Die 50-Kilovolt-Freileitung ist 2100 Meter lang. Sie sorgte in den vergangenen Jahren für Baueinschränkungen. So konnte etwa im Gebiet Feld eine Überbauung mit fünf Mehrfamilienhäusern nur teilweise umgesetzt werden.
Für das EWO bestand aus betriebswirtschaftlicher Sicht bislang kein Anlass für Veränderung. Die Freileitung sei funktionstüchtig und in gutem Zustand, hielt das Unternehmen im September in einer Mitteilung fest. Für die Erdverlegung sei ein Gemeindebeitrag nötig.
Koordinierte Projekte sparen Kosten
Alpnach will die Erdverlegung mit dem Hochwasserschutzprojekt Kleine Schliere koordinieren. Damit seien Kosteneinsparungen möglich. Vor der definitiven Umsetzung des Projekts muss das Eidgenössische Starkstrominspektorat die Pläne noch genehmigen.
Auch die drei weiteren kommunalen Abstimmungsvorlagen vom Sonntag fanden deutliche Zustimmung. Das Alpnacher Stimmvolk genehmigte mit jeweils über zwei Drittel Ja-Stimmen das Budget 2026, das Vorprojekt für eine neue Mehrzweckhalle und den für die Sanierung der Abwasserleitungen.






