Am Samstag demonstrieren in Zürich zahlreiche Menschen für Solidarität mit Flüchtlingen. Es ist auch ein Zeichen gegen die rechtsradikalen Demos in Chemnitz.
Demonstration in Zürich für sichere Fluchtwege - Nau

Das Wichtigste in Kürze

  • Die internationale Bewegung Seebrücke fordert sichere Rettungswege für Flüchtlinge.
  • Zeitgleich sind in Chemnitz wieder rechtsradikale Demonstrationen angesagt.

Die internationale Bewegung Seebrücke hat zu einer Demonstration in Zürich aufgerufen. Es wird zu Solidarität mit Flüchtlingen aufgerufen, insbesondere fordern die Organisatoren sichere Fluchtwege über das Mittelmeer.

Demo für mehr Solidarität mit Flüchtlingen

Wird ziviles Engagement kriminalisiert?

Die Veranstalter schreiben im Aufruf auf Facebook: «Die Situation an den Aussengrenzen Europas entwickelt sich in eine höchst alarmierende Richtung. Zivile Seenotrettungs- und Luftaufklärungsmissionen werden diffamiert, kriminalisiert und daran gehindert Leben zu retten.»

Dagegen protestierten die Demonstranten heute. Nau war live vor Ort und sprach mit den Teilnehmern. Fabio Zgraggen, OK-Mitglied der Demonstration prangert an, dass er seit zwei Wochen von seiner Arbeit als Flüchtlingshelfer im Mittelmeer abgehalten wird.

Auch SP-Nationalrat Fabian Molina äusserte sich: «Eigentlich ist es unglaublich, dass wir im Jahr 2018 noch hinstehen müssen um dafür zu demonstrieren, dass man Menschen aus dem Mittelmeer retten muss», so Molina. Es sei stossend, dass die Gegenseite immer so ernst genommen werde.

«Wir stehen dafür hin, dass wir eine sichere Fluchtroute für Flüchtlinge wollen und dass man sie aus dem Mittelmeer rettet», sagt Molina weiter. Für diese Überzeugung wollen die Demonstranten auch ernst genommen werden.

Mehr zum Thema:

Fabian Molina Nationalrat Chemnitz Facebook SP Demonstration