Zwei Berner Oberländer Spitalgruppen loten Kooperationsbereiche aus
Die beiden Spitalgruppen in Thun und Interlaken wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. Die Direktionen sollen nun mögliche Kooperationsfelder prüfen und bis voraussichtlich im Frühjahr erste Resultate vorlegen.

Dass die Spitalgruppe Simmental Thun Saanenland (STS) und die Gruppe Frutigen Meiringen Interlaken (FMI) ihre Zusammenarbeit verstärken wollen, ist seit Ende vergangenen Jahres klar. Hintergrund des Vorhabens ist unter anderem das von Kanton Bern angestrebte 4+ Regionen-Modell.
Die bisher sechs kleineren Versorgungsregionen sollen zu vier grösseren Regionen zusammenzufassen: Mittelland, Oberland, Biel/Seeland und Berner Jura sowie Emmental-Oberaargau.
Die neue Einteilung soll eine effizientere, integrierte und abgestufte Gesundheitsversorgung ermöglichen. Leistungserbringer sollen besser kooperieren, Doppelspurigkeiten abgebaut und spezialisierte Leistungen zentraler angeboten werden.
Bereits heute arbeiten die beiden Oberländer Spitalgruppen, in verschiedenen Bereichen zusammen, wie sie in einer Mitteilung vom Montag schreiben. Beispiele dafür sind etwa die gemeinsam mit der Inselgruppe gegründete «Radio-Onkologie Berner Oberland» oder die Ende 2025 ausgeweitete «Gefässchirurgie Berner Oberland». Neu ist ausserdem das «Palliative Care Netzwerk Berner Oberland».
«Unser Ziel ist, weitere solcher Kooperationen auf- und auszubauen», wird FMI-Verwaltungsratspräsidentin und CEO Karin Ritschard Ugi in der Mitteilung zitiert. «Nur so können wir dem Fachkräftemangel und hohen finanziellen Druck erfolgreich begegnen», sagte Thomas Straubhaar, Verwaltungsratspräsident der Spital STS AG laut Mitteilung.






