Zehn Jahre nach Paris: Verbände drängen auf mehr Klimaschutz

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Das 1,5-Grad-Ziel von Paris droht zu scheitern. Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Klimaabkommens fordern deutsche Umweltverbände mehr Tempo beim Klimaschutz.

    Klimaabkommen
    Ziel des Pariser Klimaabkommen ist es, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. - keystone

    Zehn Jahre nach dem Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommens fordern deutsche Umweltverbände einen entschlosseneren Klimaschutz – denn das 1,5-Grad-Ziel droht deutlich verfehlt zu werden. Wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) mitteilte, müssten die Klimaziele nicht niedriger gehängt werden, vielmehr komme es darauf an, die Treibhausgasemissionen so schnell und umfassend wie möglich zu senken.

    Im Pariser Klimaabkommen hatte die Weltgemeinschaft sich 2015 das Ziel gesetzt, die Erwärmung möglichst auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen, um die verheerendsten Folgen der Klimakrise abzuwenden. Das Abkommen war am 4. November 2016 in Kraft getreten. Nach jüngsten Berechnungen des UN-Umweltprogramms (UNEP) steuert die Erde bei der derzeitigen Klimapolitik aber auf eine Erwärmung von 2,8 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts zu und die EU-Kommission richtet ihre künftige Klimavorsorge sogar auf eine Erwärmung um drei Grad aus.

    «Drei Grad dürfen nicht zur neuen Normalität werden. Auch wenn wir uns auf eine solche Erwärmung einstellen müssen, dürfen wir uns damit nicht abfinden», sagte Nabu-Politikexperte Sebastian Bock. Das Pariser Abkommen gelte weiter. «Wir müssen alles daransetzen, die Klimakatastrophe zu begrenzen. Jedes Zehntelgrad weniger bedeutet weniger Hitze, Dürren und Überschwemmungen und geringere Schäden für Menschen, Natur und Wirtschaft», sagte der Nabu-Experte. «Noch haben wir es in der Hand, wie stark sich unsere Erde weiter erwärmt. Entscheidend ist, dass wir jetzt entschlossen handeln.»

    Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderte «eine Politik, die Klimaschutz, Naturschutz und die Anpassung an den Klimawandel gemeinsam voranbringt». Die Folgen des Klimawandels seien deutlich spürbar. Hitzewellen gefährdeten die Gesundheit der Menschen, setzten Tieren und Pflanzen zu und verursachten wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe. «Zehn Jahre nach Paris gilt mehr denn je: Die Ziele sind gesetzt, die Umsetzung kann nicht warten», hiess es in einer Mitteilung des BUND-Hessen.

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    Kommentare

    User #4013 (nicht angemeldet)

    Der menschengemachte Klimawandel ist kein Debattenbeitrag, sondern physikalische Realität. Und wir schützen hier nicht „das Klima“ – der Erde ist es völlig egal, ob sie brennt oder einfriert. Sie braucht uns nicht. Wir betreiben puren, egoistischen Selbstschutz. Wer Klimaschutz blockiert, zerstört nicht die Natur, sondern liquidiert unsere Wirtschaft, vernichtet unsere Lebensgrundlage und gefährdet die Existenz unserer Spezies. Klimaschutz ist keine moralische Wohlfühl-Ideologie, sondern die härteste Form von Realpolitik und ökonomischer Schadensbegrenzung. Wer das noch immer als „Grünen-Kram“ abtut, hat weder Ökologie noch Ökonomie verstanden.

    User #1100 (nicht angemeldet)

    welche Verbände? Die, die am Tropf der Klimaabgaben hängen?

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