Wadephul warnt Europa vor Russlands hybriden Krieg
Der deutsche Aussenminister Wadephul wirft Putin vor dem UN-Sicherheitsrat vor, hybride Angriffe auf Europa auf eine gefährliche neue Stufe gehoben zu haben.

Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul (CDU) hat Russland am Rande der UN-Generalversammlung in New York scharf kritisiert. Laut «web.de» warf er Präsident Wladimir Putin eine Eskalation der Aggression gegen Europa vor.
«Russlands hybride Angriffe gegen diejenigen, die die Ukraine und das Völkerrecht unterstützen, haben eine neue Stufe erreicht», sagte Wadephul. Moskau weist die Vorwürfe zurück.
Als konkretes Beispiel nannte Wadephul den Drohnenvorfall am Flughafen Halle/Leipzig von Anfang August. Russland soll dabei versucht haben, ukrainische Frachtmaschinen mit einer Sprengstoffdrohne zu zerstören, wie die «Wirtschaftswoche» berichtet.
Hybride Kriegsführung trifft Europa
«Dies ist kein Einzelfall von Russlands rücksichtsloser und gefährlicher Eskalation in Europa», betonte Wadephul laut der «Rhein-Neckar-Zeitung». Unter hybrider Kriegsführung versteht man eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln.
Wadephul warnte zudem vor den globalen Folgen des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Krieges. So blockiere Russland durch Angriffe auf ukrainische Häfen die Auslieferung von Getreide in alle Welt, wie «web.de» berichtet.
«Damit verschärft Russland weltweit Hunger und Not», sagte der Minister. Er forderte einen sofortigen Waffenstillstand im Schwarzen Meer sowie einen umfassenden Austausch von Kriegsgefangenen.
Forderung nach Rückkehr zum Völkerrecht
«Lassen Sie uns endlich aus dieser Spirale der Zerstörung und Gewalt ausbrechen», verlangte Wadephul.

Wadephul verlangte auch die Rückkehr zu Verhandlungen auf Grundlage des Völkerrechts.
Nur so könne Europa auf einen gerechten und dauerhaften Frieden hinarbeiten, so der CDU-Minister laut «Wirtschaftswoche».
















