Vance sagt Schweiz-Reise ab – US-Iran-Gespräche verschoben

Maja Bojic
Maja Bojic

USA,

Die geplante Reise von US-Vizepräsident JD Vance in die Schweiz wurde abgesagt, wodurch die US-Iran-Gespräche auf dem Bürgenstock verschoben wurden.

JD Vance
JD Vance hat seine geplante Reise in die Schweiz kurzfristig abgesagt. (Archivbild) - keystone

US-Vizepräsident JD Vance hat seine geplante Reise in die Schweiz kurzfristig abgesagt. Damit wurden auch die für Freitag vorgesehenen Gespräche zwischen Vertretern der USA und des Iran verschoben.

Wie «Die Zeit» berichtet, bestätigte das Schweizer Aussendepartement die Verschiebung des Treffens auf dem Bürgenstock. Einen neuen Termin für die Gespräche gibt es demnach bislang nicht.

Das Weisse Haus begründete die Absage mit logistischen Bedenken. Die US-Delegation sei jedoch bereit, die Verhandlungen bei nächster Gelegenheit aufzunehmen.

Schweiz hält an Vermittlerrolle fest

Die Schweiz erklärte, sie bleibe bereit, die Gespräche zwischen den beiden Staaten zu moderieren. Die Vorbereitungen auf dem Bürgenstock würden weitergeführt.

Auch die «Euronews» schreibt, dass die Schweizer Behörden ihre Bereitschaft zur Unterstützung der Verhandlungen bekräftigt haben. Die Gespräche sollten unter Beteiligung von Vermittlern aus Pakistan und Katar stattfinden.

Sollten internationale Verhandlungen grundsätzlich stärker digital stattfinden?

Ziel des Treffens war es, die Umsetzung eines kürzlich unterzeichneten Rahmenabkommens zu konkretisieren. Dieses soll den Weg zu einer umfassenderen Vereinbarung zwischen Washington und Teheran ebnen.

Abkommen setzt Frist von 60 Tagen

US-Präsident Donald Trump und Irans Präsident Masoud Pezeshkian unterzeichneten das Rahmenabkommen am Mittwoch. Darüber berichtete die «Tagesschau».

Laut der «Euronews» haben beide Seiten 60 Tage Zeit, um eine endgültige Vereinbarung auszuhandeln. Das Rahmenabkommen sieht zudem die Verlängerung der bereits zuvor verkündeten Waffenruhe vor.

Die US-Seite soll ihre Seeblockade gegen Iran aufheben. Im Gegenzug verpflichtet sich Teheran zur Offenhaltung der Strasse von Hormus.

Atomprogramm bleibt zentraler Streitpunkt

Der «Tagesschau» zufolge, enthält die bisherige Vereinbarung zahlreiche offene Fragen. Dazu gehört insbesondere der konkrete Umgang mit dem iranischen Atomprogramm.

Bislang liegt lediglich die Zusage Teherans vor, keine Atomwaffen entwickeln oder besitzen zu wollen. Die Details einer dauerhaften Regelung müssen aber noch ausgearbeitet werden.

vance
Vance bleibt wegen organisatorischer Gründe vorerst in den USA. (Archivbild) - keystone

Wann die Gespräche auf dem Bürgenstock nachgeholt werden, ist derzeit offen. JD Vance schloss jedoch nicht aus, dass die Verhandlungen bereits im Verlauf des Wochenendes beginnen könnten.

Kommentare

User #5892 (nicht angemeldet)

Milliarden Tribut der Iraner ist einiges höher als von den Schwiiizern. 🤖

User #5892 (nicht angemeldet)

1.Thessalonicher 5,3 Wenn sie sagen: »Friede und Sicherheit«, dann überfällt sie schnell das Verderben wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entrinnen.🤖

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