US-Vizepräsident: Diplomatie mit dem Iran ist bizarr
US-Vizepräsident JD Vance hält Diplomatie mit dem Iran für ausserordentlich schwierig. Grund dafür sei, dass Irans Oberster Führer Ajatollah Chamenei zwar alle strategischen Entscheidungen treffe, aber nicht direkt mit den USA spreche.

«Es ist bizarr, dass wir nicht einfach mit der tatsächlichen Führung eines Landes sprechen können. Das erschwert Diplomatie ganz erheblich», sagte Vance in der «Megyn Kelly Show» auf SiriusXM.
Der Vizepräsident äusserte sich vor geplanten indirekten Gesprächen zwischen dem Iran und den USA, die nach iranischen Angaben am Freitag in der omanischen Hauptstadt Maskat beginnen sollen.
Vance sagte weiter: «Offen gesagt halte ich es für ausserordentlich schwierig, mit ihnen Diplomatie zu betreiben. Die Person, die im Iran die Entscheidungen trifft, ist der Oberste Führer. Der Präsident, so heisst es, hat kaum Einfluss und spielt keine entscheidende Rolle. Der Aussenminister scheint mit dem Obersten Führer zu sprechen, und das ist im Wesentlichen die Person, mit der wir kommuniziert haben.» Das mache alles deutlich komplizierter und die gesamte Situation wesentlich absurder.
Vance verwies darauf, dass US-Präsident Donald Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping direkt anrufen könne. «Er kann auch andere Staats- und Regierungschefs anrufen – selbst aus Ländern, zu denen die Beziehungen sehr feindselig sind, etwa Nordkorea», sagte Vance.






