US-Sanktionen gegen Präsidentin des Strafgerichtshofs

Keystone-SDA
Keystone-SDA

USA,

Die US-Regierung hat Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs, Tomoko Akane, angekündigt. Aussenminister Marco Rubio teilte mit, die Japanerin Akane gemeinsam mit dem ranghohen senegalesischen Juristen Abdoulaye Seye auf die Sanktionsliste zu setzen. Er begründete den Schritt damit, dass beide wiederholt an Ermittlungen oder Festnahmen gegen Amtsträger beteiligt gewesen seien, deren Regierungen der Gerichtsbarkeit des IStGH nicht zugestimmt hätten.

ARCHIV - US-Außenminister Marco Rubio. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa/Archivbild
ARCHIV - US-Außenminister Marco Rubio. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa/Archivbild - Keystone/AP/Mark Schiefelbein

Zu diesen Staaten zählen neben den USA auch etwa Israel und Russland. Rubio sagte, dass das Strafgericht gegen Regierungsvertreter jener Staaten ermittle, schaffe einen gefährlichen Präzedenzfall.

Nicht die ersten Sanktionen dieser Art

Ein Haftbefehl des Gerichts liegt seit 2024 etwa gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor, dem Kriegsverbrechen im Gazastreifen zur Last gelegt werden. Netanjahu weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag verfolgt seit 2002 schwerste Verbrechen wie Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das Gericht steht vor allem wegen des Haftbefehls gegen Netanjahu unter starkem Druck der US-Regierung. Bereits im Dezember hatten die USA Sanktionen gegen Richter des Strafgerichtshofs verhängt und das mit dessen «politisierten Handlungen gegen Israel» begründet.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #2809 (nicht angemeldet)

Es ist höchste Zeit, dass die USA und auch weitere Staaten endlich gegen diesen sogenannten Internationalen Strafgerichtshof vorgehen und diese scheinheilige Truppe mal kräftig zur Brust nehmen!

User #111 (nicht angemeldet)

Die USA glaubt sie stehe über allem!

Weiterlesen

Studie
34 Interaktionen
Viertel bricht ab
a
333 Interaktionen
Arena zu EU-Paket

MEHR IN POLITIK

London
Saporischschja/Odessa
Nordkorea Rakete
Seoul/Pjöngjang
3 Interaktionen
Teheran/Delhi/Berlin

MEHR AUS USA

zverev
1 Interaktionen
US-Open-Final
2 Interaktionen
Marmarth
15 Interaktionen
Washington