Unklare Lage bei Iran-Verhandlungen
Die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA wurde verlängert. Beide Seiten blockieren weiterhin die Strasse von Hormus und drohen sich gegenseitig.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Samstag sollen in Pakistan Gespräche zwischen den USA und dem Iran stattfinden.
- Die Waffenruhe gilt für unbestimmte Zeit, die Strasse von Hormus aber bleibt blockiert.
- Die Hisbollah und Israel werfen sich gegenseitig Verstösse gegen die Waffenruhe vor.
Heute Samstag sollen sich Delegationen aus den USA und aus dem Iran in Islamabad zu Gesprächen treffen. Vizepräsident JD Vance und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf, die als Verhandlungsführer gelten, werden aber nicht dabei sein. Die Waffenruhe zwischen den beiden Ländern wurde kürzlich für unbestimmte Zeit verlängert.
Derweil blockieren beide Länder weiterhin die für den Ölhandel wichtige Strasse von Hormus. Die USA haben einen mit Sanktionen belegten Tanker beschlagnahmt, die iranischen Revolutionsgarden mehrere Frachter unter Beschuss genommen.
Auch der Libanon und Israel konnten sich auf eine Waffenruhe einigen, die am Donnerstag um drei Wochen verlängert wurde. Die Feuerpause ist aber wackelig, beide Seiten werfen sich Verstösse gegen das Abkommen vor.
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Unklare Lage bei den Verhandlungen
03.00: Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs zeichnen sich schwierige diplomatische Gespräche in Pakistan ab. Das Weisse Haus kündigte eine Reise der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu Verhandlungen nach Islamabad an. Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi traf bereits am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt ein.
Die den Revolutionsgarden, der iranischen Elitestreitmacht, nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim wies Berichte über Verhandlungen jedoch umgehend zurück.

Auch eine angebliche Bitte des Irans um ein persönliches Treffen, von der US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt sprach, bezeichnete Tasnim als falsch. Unklar bleibt damit, ob die Konfliktparteien direkt verhandeln oder lediglich Botschaften über pakistanische Vermittler austauschen.
Aussenminister Araghtschi betonte auf der Plattform X, er wolle sich lediglich mit den pakistanischen Partnern abstimmen. Aus pakistanischen Sicherheitskreisen verlautete, der iranische Chefdiplomat plane, einen Gegenvorschlag für die Verhandlungen mit den USA zu erörtern. Laut Tasnim will der Aussenminister die Standpunkte des Irans für ein Kriegsende darlegen.












