UN-Chef mahnt Israel und USA wegen Iran-Angriffen

Esada Kunic
Esada Kunic

USA,

Der UN-Chef António Guterres fordert die USA und Israel auf, Irans zivile Infrastruktur zu verschonen – das Völkerrecht verbiete solche Angriffe.

Guterres usa israel
António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, warnt USA und Israel vor Angriffen auf iranische Infrastruktur. - keystone

UN-Generalsekretär António Guterres hat die USA und Israel dazu aufgerufen, iranische Kraftwerke und andere zivile Infrastruktur nicht anzugreifen. Solche Attacken würden gegen das humanitäre Völkerrecht verstossen.

Dies liess er durch seinen Sprecher Stéphane Dujarric in New York ausrichten, wie die «Tagesschau» berichtet. Dujarric betonte, dass auch zivile Einrichtungen unter bestimmten Umständen als militärische Ziele gelten könnten.

Glaubst du, dass der Iran-Krieg bald endet?

Dennoch seien Angriffe verboten, wenn sie unverhältnismässig grosse Schäden für die Zivilbevölkerung verursachen würden. Ob konkrete Angriffe als Kriegsverbrechen zu werten seien, müsse ein Gericht entscheiden, ergänzte er.

Trumps Drohungen als Auslöser

Hintergrund der UN-Warnung sind Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Er hat dem Iran mit der raschen Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke gedroht.

Die USA könnten innerhalb von vier Stunden eine vollständige Zerstörung herbeiführen, sagte Trump im Weissen Haus, wie der «Tagesspiegel» berichtet.

Die Frist, die Trump zur Öffnung der Strasse von Hormus gesetzt hat, läuft in der Nacht auf Mittwoch ab. Der Iran hat bislang keine Zeichen gegeben, dass er einlenken will.

Warnung vor globalem Flächenbrand

Laut dem «ORF» hatte Guterres bereits zuvor vor einem gefährlichen Flächenbrand gewarnt. «Wir stehen am Rande eines grösseren Krieges, der den Nahen Osten erfassen und weltweit dramatische Auswirkungen haben würde.»

Der Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb auf X, selbst massive Angriffe auf Irans Infrastruktur würden «keine Kapitulation herbeiführen».

Sie würden Vergeltung provozieren und die Entschlossenheit der iranischen Führung stärken, berichtete die «Aachener Zeitung».

EU-Ratspräsident: Angriffe auf zivile Infrastruktur inakzeptabel

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte derweil die bisher grösste Angriffswelle seit Beginn des Einsatzes an, wie das «ZDFheute» meldet.

Der frühere Vize-Sicherheitsberater von Barack Obama, Ben Rhodes, sagte laut «Tagesspiegel», Trump drohe mit Kriegsverbrechen. Es fühle sich «zunehmend so an, als würde ein einzelner Mann in einem Raum Entscheidungen treffen».

EU-Ratspräsident António Costa mahnte ebenfalls zur Zurückhaltung, berichtet der «ORF». Er erklärte, Angriffe auf zivile Infrastruktur seien illegal und inakzeptabel, nur Verhandlungen könnten zu einem Waffenstillstand führen.

Israel meldet neue Angriffswelle gegen Iran

Derweil hat Israel eine neue Angriffswelle gegen den Iran bekanntgegeben, wie «Heute» meldet. Dabei seien laut Mitteilung «Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes in Teheran und weiteren Gebieten» ins Visier genommen worden.

angriffe israel iran
Eine Rauchwolke steigt nach einem Angriff am Montag, den 2. März 2026, in Teheran auf. Israel und USA verstärken ihre Luftoffensive. - keystone

Die Erklärung wurde über den Onlinedienst X veröffentlicht. Gleichzeitig teilte das Militär mit, dass die israelische Luftabwehr auf Raketenangriffe aus dem Iran reagiere.

Zuvor hatte Israel bereits Angriffe auf drei Flughäfen in Teheran gemeldet. Dabei seien mehrere iranische Flugzeuge und Helikopter angegriffen worden.

Kommentare

User #3810 (nicht angemeldet)

Auch wenn ich nicht viel von UN und Guterres halte, hier hat er absolut recht. Beendet diesen von Israel und USA angezettelten Krieg!

User #7347 (nicht angemeldet)

Die UN ist wie ein Sumpf. Dort versinkt auch unser Geld. Hehehe. LOL.

Weiterlesen

trump iran waffenruhe
19 Interaktionen
Nahost-Konflikt
Iran
193 Interaktionen
Trump reagiert schon
angriffe israel iran
9 Interaktionen
Nahost-Konflikt

MEHR IN POLITIK

x
1'167 Interaktionen
Neue Explosionen
1 Interaktionen
Winterthur
SVP Initiative
4 Interaktionen
Schwerwiegende Folgen
Neue Regeln

MEHR AUS USA

astronauten
9 Interaktionen
Wegen toter Ehefrau
Transgender
9 Interaktionen
Washington
Offset
Zustand stabil